Endress+Hauser stärkt Energieversorgung am Standort Maulburg
Das Unternehmen plant eine neue Netzanbindung an das Umspannwerk in Maulburg und schafft damit auch einen Mehrwert für die Gemeinde.
Maulburg. Endress+Hauser sichert seine Energieversorgung am Standort Maulburg langfristig und plant dafür eine neue direkte Anbindung an das Umspannwerk in Maulburg. Der steigende Strombedarf macht diesen Schritt notwendig, wie das Unternehmen in der Gemeinderatssitzung am 9. März erklärte.

Der Unternehmenscampus von Endress+Hauser soll künftig direkt an das Umspannwerk in Maulburg angebunden werden
Beitrag zu Klimaneutralität und effizienter Energienutzung
Endress+Hauser hat deshalb beim Netzbetreiber den Anschluss an einen leistungsfähigeren Einspeisepunkt beantragt. Künftig soll der Standort direkt über das Umspannwerk Maulburg versorgt werden, das rund 2,5 Kilometer vom Firmencampus entfernt liegt. Die Verbindung entsteht durch das gesamte Ortsgebiet über zwei getrennte, unterirdisch verlegte 20kV-Leitungen, die eine stabile und unabhängige Versorgung sicherstellen. Der Anschluss an das Umspannwerk ermöglicht es, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und den Standort schrittweise klimaneutral auszurichten. Gleichzeitig entlastet Endress+Hauser das Ortsnetz.
„Mit dieser Investition schaffen wir eine verlässliche Grundlage für die Energieversorgung der nächsten Jahrzehnte“, sagt Christopher Proios, Director Human Resources der Endress+Hauser SE+Co. KG. „Sie stärkt den Standort Maulburg und ist ein zentraler Baustein auf unserem Weg zur CO₂-Neutralität.“
Kooperation mit Gemeinde
Entlang der geplanten Trasse entstehen in enger Abstimmung mit der Gemeinde zusätzliche Synergien für Maulburg. Während der Bauarbeiten werden Leerrohre des Zweckverbands Breitbandversorgung des Landkreises Lörrach mitverlegt, ebenso Leitungen der naturenergie Netze GmbH. Gleichzeitig nutzt die Gemeinde die Gelegenheit, beschädigte Gehwege und Straßenabschnitte instand zu setzen und Arbeiten an Wasser- und Abwasserleitungen zu bündeln.
Dadurch profitieren sowohl die Gemeinde als auch die Bürgerinnen und Bürger von einer effizienteren Durchführung der Tiefbauarbeiten und reduzierten Eingriffen in den Straßenraum.
Bauzeitraum und Auswirkungen
Die Arbeiten sollen nach aktuellem Planungsstand von Mai bis Dezember 2026 stattfinden. Die Inbetriebnahme der neuen Netzanbindung ist für Ende des Jahres vorgesehen. Während der Bauphase wird es punktuell zu Sperrungen von Gehwegen und Straßen kommen. Größere Einschränkungen für Anwohner oder den Verkehr werden nicht erwartet.


