Nachrichten aus Region meets Business

Badischer Winzerkeller Geschäftsergebnis 2021

Knappes Traubengeld für die Winzerinnen und Winzer

Sicherung des Winzereinkommens wichtigste Aufgabe. Konsequente Neuausrichtung. Erste klimaneutrale Weinlinie etabliert.

Zeigen Gesicht und stellen das Geschäftsjahr 2021 vor - André Weltz, Vorstandsvorsitzender (l) und Christian Schätzle, Vorstand Produktion und Oenologie (r)

Auf einen Blick – Statement des Vorstands

„Das Geschäftsjahr 2021 ist im Betriebsergebnis nicht zufriedenstellend. Als neue Vorstände denken und handeln wir im Rahmen eines langfristigen und zunächst auf 3 Jahre angelegten grundlegendem Erneuerungsprozess. Einerseits agieren wir mitten im Geschehen der tagtäglichen Herausforderungen und Unwägbarkeiten in der Erzeugung und der Vermarktung. Andererseits bereiten wir die Grund-lagen für unseren Badischen Winzerkeller, um wie in Gründertagen ein Schrittmacher der badischen Weinwirtschaft zu werden. Größer können die Kontraste kaum sein, aber es erfordert Willen und Entschlossenheit, unseren Erzeugerverbund in eine tragfähige Zukunft zu leiten. Das ist unser Kompass.

Begonnene strukturelle Veränderungen, die in den letzten Jahren als ‚Transformationsprozess‘ be-zeichnet wurden, haben wir 2021 überprüft, aktualisiert und vor allem in Taten umgesetzt. Die Zusam-menlegung von Groß- und Kleingebindekeller zeigen erste wirtschaftliche Effekte. Der Umbau unserer Vertriebsorganisation führte zu einer signifikanten Verbesserung der Effizienz in der Marktbearbeitung bei gleichzeitig deutlich gesenkten Kosten. Die Komprimierung unseres Sortiments auf nur noch 1/3 unserer bisherigen Produktpalette ist ein gewaltiger aber notwendiger Kraftakt. Klare Erkenntnis – mit 20 % unserer Weine machen wir 80 % unseres Umsatzes. Damit ist der Auftrag völlig klar. Diese und viele weitere Schritte unserer Unternehmensentwicklung haben sich über die zurückliegenden Jahre und Jahrzehnte aufgestaut. Deshalb setzen wir aktuelle Lösungen in allen Belangen des Badischen Winzerkellers konsequent um. Wir setzen dabei auf Taten und orientieren uns an Zahlen, Daten und Fakten.

Die Weinlese 2021 hat uns rund 30 % weniger Erntemenge beschert. Das bedeutet deutlich weniger Substanzwert unseres Winzerkellers. Demzufolge ist nur ein geringeres Traubengeld möglich. Eine Kompensation durch o.g. Maßnahmen wird sich kurzfristig nicht einstellen. Weitere radikale Ein-schnitte und konstruktive Optimierungen über alle Unternehmensbereiche sind unausweichlich. 

Zudem stellen uns die Folgen von Pandemie, Ukraine-Krieg sowie der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel alle vor neue und zusätzliche Herausforderungen.

Sie, wir, unsere Mitarbeitende, unsere Mitglieder und unsere Marken sind das wichtigste Kapital, was wir heute haben. Darauf bauen wir und bündeln unsere gemeinsamen Kräfte. Hier und jetzt. Dabei halten wir konsequent im Visier - Was zahlt auf das Traubengeld ein.“

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 erholte sich die deutsche Wirtschaft weiter von dem durch die Coronapandemie ausgelösten Konjunktureinbruch des 1. Halbjahres 2020. Das Wirtschaftsgeschehen wurde 2021 einerseits durch die abermaligen Coronawellen und die im Zuge dadurch zeitweise verschärften Infektionsschutzmaßnahmen merklich beeinträchtigt. Anderseits bremsten die im Jahresverlauf zunehmenden Rohstoffpreise und Materialknappheiten spürbar die Aktivitäten. Die kräftige und geografisch breit angelegte Konjunkturerholung führte schließlich zu einem ungewöhnlich starken Anstieg der globalen Nachfrage nach Rohstoffen und Vorleistungsgütern sowie zu erheblichen Logistikproblemen. Im Jahr 2021 waren die privaten Konsumausgaben um 5,9 % eingebrochen.

Nach vielen Jahren mit moderater Entwicklung haben die Verbraucherpreise 2021 merklich an-gezogen. Auch die bereits erwähnten Lieferengpässe sowie die Einführung der nationalen CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme wirkten spürbar preistreibend. (Quelle DRV Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund 2021)

Die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) schätzt die weltweite Weinproduktion (ohne Saft und Most) für das Jahr 2021 auf ca. 250 Mio. hl. Die Erntemenge liegt damit rund 4 % unter Vor-jahresniveau und ca. 7 % unter dem 20-Jahresdurchschnitt. Die OIV führt das gesunkene Produk-tionsvolumen vor allem auf ungünstige klimatische Bedingungen zurück. In Baden sind aufgrund von Spätfrösten im südlichen Teil des Anbaugebietes mit 20 % unter dem langjährigen Mittel deutliche Ertragseinbußen zu verzeichnen. Auch im Jahr 2021 standen die Winzergenossenschaften vor den Herausforderungen, die aus der Coronapandemie resultierten. Die teilweise geschlossene Gastro-nomie hat immer einen breiten Absatzmarkt für deutsche Weine dargestellt. Zudem war die Durch-führung von Veranstaltungen und Events, als wichtige Wein-Absatzkanäle, auch in 2021 stark ein-geschränkt. Im Gegenzug haben auch viele Winzergenossenschaften ihr Online-Geschäft erfolgreich ausgebaut. (Quelle DRV Gesamtwirtschaftlicher Hintergrund 2021)

Geschäftsverlauf 2021 - Umsatz- und Absatzentwicklung Badischer Winzerkeller

Inland. In 2021 ging der Absatz für Wein laut dem Marktforschungsinstitut IR im Inland um 5,4 Prozent zurück, der Umsatz um 4,9 Prozent. Im Berichtsjahr lagen die Absatz- und Umsatzerlöse des BWK mit - 12 % deutlich hinter der Marktentwicklung. Die geplanten Ziele wurden damit ebenfalls nicht erreicht. Die TOP Marken wie Martin Schongauer konnten sich besser als das Gesamtportfolio des Badischen Winzerkeller entwickeln, blieben aber ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Hintergrund für diese Entwicklung ist das durch die kleineren Herbsteinlagerungen in 2020 sowie 2021 im Vergleich zu den Ernten der Vorjahre schlichtweg weniger Wein zur Vermarktung zur Verfügung stand und die einge-lagerten Weine zwischenzeitlich weitestgehend aufgebraucht wurden, was zu signifikanten Umsatz-rückgängen im Discount führte. Darüber hinaus führte die Umstellung der Listung bei einem großen Kunden von Lager auf Streckenbezug zu verringerten Umsätzen und teilweise eingeschränkter Ver-fügbarkeit unserer Produkte. Die Marke Gosch konnte im Berichtsjahr um 50 % zulegen und ist weiter-hin auf einem dynamischen Wachstumskurs. 2021 wurde unsere erste klimaneutrale Weinlinie etabliert, die Sonnenwinzer-Weine. Die Rückgänge in den Bereichen Gastronomie, Fachhandel und Export konnten zwar im Umsatz, allerdings nicht im Ergebnis vollständig ausgeglichen werden. Der Lebensmittelhandel einschließlich Discount steht in Summe für mehr als 85 % des Vertriebsumsatzes im Eigengeschäft und bleibt bei wachsenden Durchschnittserlösen pro Liter weiterhin der relevanteste Kanal für den Badischen Winzerkeller. Das Privatkundengeschäft wuchs in 2021 erneut dynamisch.

Export. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat sich die Exportsituation auf niedrigem Niveau stabi-lisiert. Die Perspektiven in den Exportmärkten, insbesondere auch in Europa, haben sich für den Badischen Winzerkeller durch die Corona Pandemie zunächst nicht verbessert. Zwar bewegen sich die Umsätze nach wie vor sechsstellig, die Aufwendungen stehen aber in noch nicht in einem gün-stigen Verhältnis zum derzeitigen Erfolg. Die für den Export konzipierten Produktlinien erfuhren zwar in allen bearbeiteten Märkten zunehmend Fortschritte in ihrer Akzeptanz, der wünschenswerte Absatz-erfolg war aber auch im Berichtszeitraum noch nicht gegeben. Es zeigte sich auch in 2021 einmal mehr, dass nachhaltige Exporterfolge ein langfristiges Engagement benötigen.

 

Weinbau und Ernte - Deutlich geringere Erntemenge als im Vorjahr durch Frost

Wir leben von und mit der Natur. Naturereignisse bestimmen den Vegetationsverlauf. Das Erntejahr 2021 zeigt deutliche Abhängigkeiten, die von uns Winzer:innen nicht beeinflussbar sind. Bedingt durch Frostnächte Anfang April konnten nur deutlich geringere Erntemengen als im Vorjahr eingebracht werden. Der anfänglich frühe Austrieb wurde durch eine fröstelnde Schockstarre unterbrochen. Dann folgte eine Zeit des Regens und lang anhaltender Niederschlag. Das führte zu explosionsartigem Wachstum und damit zu überfrachtenden Arbeitsbelastungen der Winzer:innen. Ein anspruchsvolles Jahr, vor allem für den Pflanzenschutz. Viel Aufwand und Rebarbeit für ein letztlich deutlich redu-ziertes Ernteergebnis von minus ca. 34 % Erntemenge (einschließlich der Mengen der Teilselbst-vermarktungsbetriebe) im Vergleich zu 2020. Daraus hat sich, wie schon im Vorjahr, wiederum eine sehr kompakte Traubenanlieferung von gerade mal 3 Wochen Hauptlese mit insgesamt 17 Lesetagen ergeben. Die Federweißer-Lesetage starteten am 7. September und die Hauptlese am 14. September 2021. Die letzten Traubenanlieferungen wurden am 11. Oktober eingefahren. Die Einlagerungs-menge lag für 2021 bei knapp 11,4 Mio. kg Trauben (74 kg/ar) (Vorjahr 2020 15,2 Mio kg). Der 2021er Jahrgang ergab geschmacklich klare, frische und elegante Weine. Markante Fruchtnoten prägen ein schönes Profil des Jahrgangs, dessen Qualität für langlebige Weine steht.

Wesentliche Aspekte im Badischen Winzerkeller 2021

Ertragslage. Die Umsätze haben sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr 2020 um 11,6 % auf insgesamt 41,1 Mio. € deutlich reduziert. Die Ertragslage des Unternehmens ist trotz weiterer Kostenreduzierungen in seiner Gesamtentwicklung nicht zufriedenstellend. Trotz Kostensenkungen überlagern die aus deutlich reduzierten Bestandsminderungen resultierenden Umsatzrückgänge das Betriebsergebnis.

Bestand. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Erntemenge führte zu einer erheblichen Reduzierung der Wein- und Sektbestände in Höhe von 4,6 Mio. Liter zum 31. Dezember 2021.

Einkauf. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise im Bereich der Kartonagen aufgrund der Rohstoff-verknappung um ca. 20 % angestiegen. Auch die Lieferzeiten haben sich hier mit 12 Wochen etwa vervierfacht. Die Preise für Flaschen und Verschlüsse blieben stabil zum Vorjahr. Für das Jahr 2022 ist mit Preissteigerungen von bis zu 30% für Neuglas und mit 20% für Verschlüsse und Kartonagen zu rechnen.

Personal. Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Es wurden (ohne Vorstand und Auszubildende) durchschnittlich 117,0 Vollzeit- (VJ 124,5) und 32,0 Teilzeit-Mitarbeiter (VJ 37,0) beschäftigt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 konnten die Personalaufwendungen um 10,2 % reduziert werden. Dies liegt im Wesentlichen an personellen Ver-änderungen sowie an weiter deutlicher Reduzierung der Rückstellung für Urlaub und Gleitzeitstunden.

Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft ist geordnet. Die wirtschaftliche Lage des Badischen Winzerkellers ist zwar stabil - die Ertragslage im Berichtsjahr aber erneut unbefriedigend. Das ausgezahlte Traubengeld an die Winzer wurde auch in 2021 operativ nicht vollständig erwirt-schaftet, an signifikanten Verbesserungen der entsprechenden Kennziffern wird gearbeitet. Der Vorstand entwickelt gemeinsam mit den Gremien, Mitgliedern und Mitarbeitenden Strategien und Initiativen, um dauerhaft ein Traubengeld zu erwirtschaften, das den Winzern eine nachhaltige Existenzgrundlage sichert. Der in 2021 erarbeite 3 Jahresplan setzt die Leitplanken für die Aus-richtung des Badischen Winzerkeller in der Zukunft. Dabei stehen erfolgswirksame Bausteine im Mittelpunkt der Roadmap 2023. Kosten senken, Zugang zum Markt erhalten und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz forcieren. Dabei überprüft der Badische Winzerkeller, inwieweit er auch außerhalb der Herkunft Badens konsumentenrelevante Produktangebote entwickeln kann.

Corona hat auch die ersten drei Monate des Kalenderjahres 2022 geprägt. Die Welt, aber auch die Weinwirtschaft leiden weiterhin unter den Folgen der Pandemie. Der Badische Winzerkeller ergriff von Beginn der Pandemie an die gebotenen Sicherheitsmaßnahmen. Der eingerichtete Krisenstab traf in seinen regelmäßigen Besprechungen die notwendigen Entscheidungen, um Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter und das wirtschaftliche Risiko für das Unternehmen zu minimieren. Durch ein voraus-schauendes Bestandsmanagement in der Produktion verfügen wir weiterhin über ausreichende Be-stände, um selbst im Falle einer notwendig werdenden Schließung der Abfüllanlagen für einige Wochen im vertraglich vereinbarten Rahmen lieferfähig zu bleiben. Homeoffice-Arbeitsmöglichkeiten wurden geschaffen, für den Winzerkeller überlebenswichtige Teams in den einzelnen Abteilungen separiert platziert und Videokonferenz-Möglichkeiten eingerichtet. Diese Maßnahmen haben sich in der Krise inzwischen sehr bewährt.

Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 hat sich die Welt verändert. Die Auswir-kungen auch auf die Weinbranche sind gravierend. Explodierende Kosten auf der Beschaffungsseite, die der Badische Winzerkeller nicht in vollem Umfang an seine Partner weitergeben kann, in Ver-bindung mit zu erwartender Konsumzurückerhaltung, werden nach Auffassung des Vorstandes den Wettbewerb in unserer Kategorie verschärfen, den Druck auf die Erlöse und die Gewinnerwartungen erhöhen.

Umwelt. Die fünf vorhandenen Photovoltaik-Anlagen haben in 2021 analog den Vorjahren wieder

ca. 1,0 Mio. kWh Strom erzeugt. Diese Art der Stromerzeugung trägt durch die damit einhergehende Verminderung des CO2-Ausstoßes seit Jahren erheblich zum Umweltschutz bei. So wurde seit 2005 der Ausstoß von mehr als 8.000 Tonnen CO2 vermieden. Die Sonnenwinzer decken somit ihren Stromverbrauch zu einem erheblichen Teil aus selbst gewonnener Sonnenenergie. Das BWK-Energiemanagementsystem wurde in 2021 weiterentwickelt und auch nach der Prüfungsnorm ISO 500001:2018 erfolgreich rezertifiziert. Auch das Energie-Monitoring-System wurde weiterentwickelt. Der Gesamtenergieverbrauch konnte erneut im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 3 % reduziert werden.

Prognosen und Perspektiven 2022

Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen ist der Weinmarkt in 2022 im ersten Quartal mit – 18 Pro-zent gestartet im Vergleich zum Vorjahr. Der Badische Winzerkeller hat sich im Vergleich zum Markt deutlich besser entwickelt, verzeichnet aber ebenfalls Umsatzverluste im Vergleichszeitraum.

Die Planung 2022 trägt der aktuellen Entwicklung Rechnung und sieht die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren Absatz, Umsatz, Jahresergebnis sowie Traubengeldauszahlung unter dem Niveau des Vorjahres. Diese Planung unterliegt verschiedenen Annahmen u.a. im Hinblick auf die Entwicklung der Corona Pandemie und der Ukraine Krise. Wir gehen weiterhin von einem intensiven Wettbewerb in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, im Discount und im Online-Geschäft aus und rechnen gleichzeitig mit einer instabilen Entwicklung in den Kanälen Gastronomie und Fachhandel.

Der bisherige Vegetationsverlauf verläuft etwas später als im langjährigen Vergleich, aber gleich-mäßig. Die Auswirkungen der Frostnächte Anfang April werden wahrscheinlich deutlich geringer ausfallen als in 2021, sind aber in ihrem tatsächlichen Umfang noch nicht vollumfänglich abzuschät-zen. Bis dato kann mit einer niedrigen mittleren Ernte 2022 gerechnet werden. Im Vergleich zum Vor-jahr ist daher mit leichten Bestandserhöhungen des Vorratsvermögens zu rechnen. Das Ergebnis in 2022 wird wesentlich davon geprägt sein, dass dem Badische Winzerkeller im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der sehr geringen Ernte in Baden deutlich weniger Wein für die Vermarktung zur Verfügung steht. Im Vergleich zum 10 Jahresschnitt steht eine Ernte von weniger als 50 % zur Verfügung.

Die geplante Traubengeldauszahlung in 2022 wird den Erwartungen der Winzer und dem wirtschaft-lich benötigten Niveau nicht gerecht werden. Gleichwohl entspricht sie aktuell der maximal durch den BWK zu erbringenden Leistungskraft. Der Badische Winzerkeller wird den 3-Jahres-Plan der Road-map 2023 weiterverfolgen. Die bisher bearbeiteten Themenfelder werden konsequent weiterverfolgt und um neue Bausteine erweitert. Ein wichtiges und zentrales Anliegen der Roadmap BWK 2023 ist es, die Erlöse und Aufwendungen in ein besseres Verhältnis zu setzen. Bei lediglich leicht wachsen-den Umsatzpotentialen liegt somit der Focus auf einer strikten Kostenkontrolle, Steigerung der Effizi-enz und der Sicherung des Zugangs zum Markt und vor allem zu den Konsumenten.

Der BWK wird den Konsumentenwünschen folgen und seine Sortimentsstrategie darauf ausrichten. Wir wollen da sein, wo der Konsument uns erwartet. Wir werden mit ihm über alle Touchpoints in Kontakt bleiben und unsere Sichtbarkeit erhöhen. Dabei forcieren wir bestehende ertragsstarke Kundenbeziehungen und bauen neue auf. Wir fühlen uns der Pflege unserer Marken und Produkte verpflichtet und investieren nachhaltig in konsumentenrelevante Konzepte. Zugleich achten wir in Zukunft noch stärker auf eine gesunde Produktprofitabilität. Zur Erreichung unserer Ziele haben wir zunächst eine „Inventur“ durchgeführt - wir wollten wissen, wo wir stehen. Dabei prüfen wir alle Optionen. Es gibt keine Denkverbote, wir prüfen, ob wir alle Leistungen in gleichem Umfang weiterhin erbringen können, neue Leistungsangebote werden entwickelt. Im Anschluss haben wir die wichtig-sten Stellschrauben nach Verantwortungsbereich identifiziert und handeln zügig und entschlossen, um die Potentiale zu heben. Wir stellen uns immer die Frage „Zahlt das was ich mache auf die Steigerung des Traubengeldes ein?“

In der neu formulierten BWK-Charta halten wir verbindlich fest, dass wir im Denken und Handeln der Ökologie und der Nachhaltigkeit verpflichtet sind. Wir stehen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Mensch und Natur. In der neuen BWK-Charta legen wir verbindlich fest, für welche Werte wir stehen. Unseren Kompass beschreiben wir über ARD – Achtung, Respekt, Dynamik und ZDF – Zahlen, Daten, Fakten.

Wir wollen den Badischen Winzerkeller als modernes, badisches und digitalisiertes Unternehmen positionieren und behalten im Auge, warum das Unternehmen gegründet wurde. Hinter unserer unternehmerischen Tätigkeit steht eine Haltung: Verantwortungsbewusstsein, nachhaltiges Denken und Handeln! Das Ziel des 3-Jahresplans ist - zusammengefasst - ein ab 2024 steigendes Traubengeld operativ auch zu erwirtschaften.

Text/Bild: Badischer Winzerkeller eG

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