Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Region meets Business

Badenova erzielt stabiles Ergebnis und investiert Rekordsumme in die Energiewende

Freiburg. Der Energieversoger Badenova blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem Bilanzgewinn von 57 Millionen Euro und Investitionen in Höhe von 177 Millionen Euro setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort und treibt gleichzeitig den Ausbau einer nachhaltigen Energieinfrastruktur in Südbaden voran. Gegenüber dem Vorjahr, in dem 143 Millionen Euro investiert wurden, bedeutet dies einen neuen Höchstwert.

Dirk Sattur, Vorstand und Hans Martin Hellebrand, Vorstandvorsitzender

Vorstandsvorsitzender Hans-Martin Hellebrand sieht darin einen Beleg für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens: „Die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, dass wir auch unter sehr unterschiedlichen Marktbedingungen wirtschaftlich erfolgreich arbeiten und gleichzeitig konsequent in die Zukunft investieren können.“ Zum vierten Mal in Folge habe Badenova Rekordinvestitionen realisiert und gleichzeitig ein sehr gutes Geschäftsergebnis erzielt. Diese finanzielle Stärke ermögliche es, die Energie und Wärmewende in der Region aktiv zu gestalten und den 98 kommunalen Gesellschaftern langfristige Sicherheit zu bieten.

Vier Milliarden Euro bis 2050 geplant

Die aktuellen Investitionen sind Teil einer langfristigen Strategie. Bis zum Jahr 2050 plant Badenova Investitionen von rund vier Milliarden Euro in den Ausbau der Strom, Wärme, Wasser und Wasserstoffinfrastruktur sowie in Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien.

Die Gewinnausschüttung an die kommunalen Anteilseigner erfolgt dabei planmäßig. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen seine Eigenkapitalbasis und schafft finanzielle Spielräume für die umfangreichen Investitionen der kommenden Jahrzehnte.

Ausbau der Infrastruktur im Mittelpunkt

Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf dem Ausbau der Stromnetze, der Weiterentwicklung der Wärmeversorgung sowie auf Beteiligungen an Windenergie und Photovoltaikprojekten. Auch die Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur wird weiterverfolgt, wenn auch in angepasstem Tempo.

Die Bedeutung Badenovas als regionaler Infrastrukturdienstleister wächst weiter. Durch zusätzliche Netzzugänge soll die Zahl der mit Strom versorgten Kundinnen und Kunden bis 2029 um rund 30 Prozent steigen.

Während das Energie und Wärmegeschäft positive Impulse lieferte, wurde die Umsatzentwicklung unter anderem durch den Verkauf von Biogasanlagen sowie witterungsbedingt geringere Wasserabsätze beeinflusst.

Forderung nach verlässlichen Rahmenbedingungen

Angesichts der bevorstehenden Milliardeninvestitionen fordert Badenova langfristig stabile politische und regulatorische Rahmenbedingungen.

„Die Energiewende findet in unserer Region statt  und sie braucht leistungsfähige Infrastruktur“, betont Vorstand Dirk Sattur. „Wir haben einen klaren Plan, welche Investitionen in Strom, Wasser, Wärme und Wasserstoffinfrastruktur notwendig sind. Damit wir diesen Weg konsequent weitergehen können, braucht es verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen, die eine Legislatur überdauern und sich an den heutigen Investitionszeiträumen ausrichten.“

Darüber hinaus sei eine attraktive Verzinsung regulierter Investitionen notwendig, um weiteres Eigenkapital für die Transformation mobilisieren zu können. Badenova engagiert sich deshalb aktiv in energiepolitischen Diskussionen auf Landes- und Bundesebene und bringt ihre Expertise regelmäßig über Stellungnahmen und Positionspapiere ein. Ziel sei es, die Investitionsfähigkeit kommunaler Energieversorger langfristig zu stärken.

Geothermie-Projekt bei Hartheim in Vorbereitung

Ein weiteres Zukunftsprojekt könnte die Nutzung von Geothermie im Breisgau sein. Badenova führt derzeit Gespräche mit dem Tunnelbohrmaschinenhersteller Herrenknecht über eine mögliche Kooperation zur Erschließung von Erdwärmepotenzialen bei Hartheim.

Nach Angaben des Unternehmens laufen die Verhandlungen aktuell noch. Sollte die Zusammenarbeit zustande kommen, könnte das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen und regionalen Wärmeversorgung in Südbaden leisten.

Mit den Rekordinvestitionen und dem langfristigen Infrastrukturprogramm positioniert sich Badenova als zentraler Akteur der regionalen Energie und Wärmewende und setzt auf nachhaltiges Wachstum, Versorgungssicherheit und kommunale Partnerschaft.

Auch interessant:

Anzeige

Ihre Kanzlei für Verkehrsrecht

Anzeige