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Nachrichten aus Sound aus Baden

Pinot and Rock 2025 – Ein Festival das verbindet

Fünf Tage voller Musik, Emotionen, Begegnungen und Genuss: Pinot and Rock 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wie ein Festival Herz, Heimat und internationale Klasse vereinen kann.

Pinot and Rock 2025

RiB/Frank Scherer

Auf dem Festivalgelände in Breisach am Rhein feierten knapp 30.000 Besucher*innen gemeinsam mit nationalem und internationalem Künstler*innen eine musikalische Sommerreise, geprägt von Vielfalt, Zusammenhalt und echten Gänsehautmomenten.

Der Festivalauftakt am Mittwochabend machte sofort klar - Pinot and Rock ist gekommen, um zu begeistern. Um Punkt 17 Uhr eröffnete Simon McBride international gefeierter Gitarrist und derzeitiger Frontmann von Deep Purple, das Festival. Mit seiner energiegeladenen Show und seinem virtuosen Spiel setzte er den Ton für die kommenden Tage.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war Melissa Etheridge die Grammy und Oscar-prämierte Rock-Ikone begeisterte mit einer kraftvollen, gleichzeitig zutiefst persönlichen Performance. Sie begrüßte Breisach mit den Worten „Hello Breisach this is a rock Festival! „und sorgte trotz sommerlicher Hitze für emotionale Nähe und laute Mitsing-Momente. Spätestens bei ihrem Song „A Burning Woman“ wurde klar, warum sie zu den ganz Großen gehört.

Den Abschluss des Abends lieferte die legendäre Southern-Rock-Band Lynyrd Skynyrd mit Klassikern wie „Simple Man“ und „Sweet Home Alabama“. Die Bühne verwandelte sich in ein leuchtendes Meer aus Erinnerungen, Lichtern und generationsübergreifender Euphorie.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen starker Stimmen, klarer Botschaften und berührender Nähe. Madeline Juno eröffnete die Kaiserstuhlbühne mit ihrem emotionalen Deutschpop, während NESS mit positiver Energie und einer Extraportion Selbstironie auf der Badenbühne brillierte, ein starker Auftritt nach krankheitsbedingter Absage im Vorjahr. Mit einem klaren politischen und menschlichen Statement traten RAUM27auf.Die Bremer Musiker legten nicht nur ein musikalisches Highlight hin, sondern machten sich lautstark für Vielfalt, Toleranz und Demokratie stark. Themen, die auch tief in der Festivalphilosophie verwurzelt sind.

Tom Twers und 1986zig bewiesen am Abend, wie intensiv moderne Popmusik sein kann, zwischen Melancholie und Lebensfreude, zwischen Indie-Vibes und Mitsing-Refrains. Vor allem 1986zig verwandelte die Bühne mit seinen Songs in ein kollektives emotionales Erlebnis. Den finalen Gänsehautmoment des Tages lieferte Montez. Mit lodernden Flammen, voller Energie und einem Chor aus tausenden Stimmen wurde der Donnerstagabend zu einem unvergesslichen Feuerwerk der Emotionen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen starker Stimmen, klarer Botschaften und berührender Nähe. Madeline Juno eröffnete die Kaiserstuhlbühne mit ihrem emotionalen Deutschpop, während NESS mit positiver Energie und einer Extraportion Selbstironie auf der Badenbühne brillierte, ein starker Auftritt nach krankheitsbedingter Absage im Vorjahr.

Pinot and Rock 2025

Der Freitag stand ganz im Zeichen von Talenten, Hymnen und Herzensmomenten.

Am dritten Festivaltag standen zunächst die Gewinner*innen des Talent-Contests im Mittelpunkt: HAIVE und Momo und die grauen Herren eröffneten den Tag mit Authentizität und musikalischer Leidenschaft ein Auftritt, der zeigte, wie viel Nachwuchspotenzial in der Region steckt. Dann hieß es: „Ein Kompliment“ für die Sportfreunde Stiller, die mit ihren Hits eine Welle der Begeisterung auslösten. Die Menge tanzte, sang und sprang, pure Festivalfreude.

Einen besonders emotionalen Moment schuf Kaz Hawkins mit ihrer kraftvollen Stimme und spürbaren Nähe zum Publikum. Mit Songs voller Seele und Ehrlichkeit rührte sie viele zu Tränen.

Den Abschluss des Tages gestaltete Snow Patrol mit einem epischen Set, das in einem gemeinsamen Chor zu „Chasing Cars“ gipfelte, ein magischer Moment, der das Festivalgelände in ein einziges Gefühl verwandelte.

Pinot and Rock 2025

RiB/Frank Scherer

Auch am Samstag zeigte sich Pinot and Rock in seiner ganzen musikalischen Vielfalt. EMU, Drittplatzierte des Talent-Contests, eröffneten den Tag mit einer beeindruckenden Mischung aus Indie-Rock und Authentizität.

Ronis Goliath brachte mit seinen Beats und Tänzern den Platz zum Kochen, während ClockClock mit einem spektakulären Auftritt und direkter Fan-Interaktion, inklusive Hommage an Wolfgang Petry, für große Emotionen sorgte.

Der Nachmittag gehörte den leisen Tönen von Lena & Linus, deren intime Songs das Publikum sichtlich berührten. Danach folgte ein stimmgewaltiges Duo: Max Herre & Joy Denalane verbanden Hip-Hop, Soul und persönliche Geschichten zu musikalischer Magie.

Spätestens bei Juli und der „Perfekten Welle“ wurde die Bühne zu einem Ort kollektiver Euphorie.

Ein besonderes Zeichen setzte die Live-Zuschaltung der ukrainischen Künstler*innen Mariana Temnyk und Dmytro Kozak aus Lwiw organisiert vom Netzwerk Kultur.Konvoi. Der Moment der Solidarität wurde vom Publikum mit großem Applaus gewürdigt.

Den finalen Knall des Tages brachte Jan Delay & Disko No. 1,ein Mix aus Funk, Hip-Hop und Discosound, der tausende Handylampen zum Leuchten und das gesamte Gelände zum Beben brachte.

Die Band "Juli" sorgt auf dem "Pinot and Rock" in Breisach für gute Stimmung

RiB / Frank Scherer

Der Sonntag zeigte sich als Fest für die ganze Familie. Die Schülerband Level 4 aus Breisach zeigte eindrucksvoll, was junge Talente leisten können.

DIKKA, das rappende Rhinozeros, sorgte bei den kleinen Gästen für große Begeisterung, während Hüpfburgen, Basteltische und Kinderschminken für strahlende Kinderaugen sorgten. Auch die Kaiserstühler Kirschenhoheiten waren für Autogramme und Selfies unterwegs, ein liebevoller Brückenschlag zwischen Festival und Region.

Am letzten Tag brachte BAC mit gefühlvollen Songs eine entspannte Atmosphäre, bevor HAVA die Bühne mit Energie überflutete. Stefanie Heinzmann trotzte dem Regen mit Power, Charme und einer beeindruckenden Stimme, das Publikum tanzte begeistert mit.

Als die No Angels schließlich die Bühne betraten, war der Jubel grenzenlos. Bei „Daylight in Your Eyes“ sangen tausende im Regen vereint in Musik und Nostalgie.

Den gefühlvollen Schlusspunkt setzte Álvaro Soler, der mit seinen lebensfrohen Songs, Charisma und einem Lied für seine Tochter einen besonders emotionalen Moment schuf. Trotz Regenschauer tanzte Breisach bis zur letzten Note.

Als die No Angels schließlich die Bühne betraten, war der Jubel grenzenlos

RiB/ Frank Scherer

Was Pinot and Rock 2025 auszeichnete, war nicht nur die Qualität der Acts, sondern das Gesamtbild. Perfekte Organisation, kulinarische Vielfalt, starke regionale Einbindung, eine einladende Atmosphäre und gelebte Gemeinschaft.

Festival-Geschäftsführer Kerem Sargut brachte es auf den Punkt: „Pinot and Rock ist mehr als Musik, es ist ein Fest für die Heimat, für die Menschen hier.“

Was bleibt nach fünf Tagen Festival? Erinnerungen an bewegende Momente, leuchtende Bühnen, mitreißende Musik und ein Gemeinschaftsgefühl, das in Zeiten wie diesen umso wertvoller ist.

Pinot and Rock 2025 hat gezeigt, wie Musik verbindet, berührt und inspiriert. Und eines ist sicher: Dieses Festival lebt in den Herzen der Menschen, die dabei waren.

Text: RIB / Bilder: Frank Scherer

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