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Nachrichten aus Blickpunkt: Moderne Frauen

Silvia Kolb – über Mut, Lebensfreude und Herausforderungen

Fünf Jahre sind vergangen, seit Silvia Kolb „Schwarzwald Würze“ gegründet hat – fünf Jahre voller Kreativität, Leidenschaft und Mut, eigene Wege zu gehen.

Silvia Kolb

Was als Herzensprojekt begann, hat sich zu einer inspirierenden Erfolgsgeschichte entwickelt, getragen von Kreativität, Leidenschaft und dem festen Glauben daran, dass man mit Mut und Authentizität Großes bewegen kann. Aber Sie hat nicht nur hochwertige Gewürze und kulinarische Ideen in die Küchen ihrer Kundinnen und Kunden gebracht, sondern auch gezeigt, dass Unternehmertum weit über Produkte hinausgeht. Mit ihrer Kampagne „Z’schad – Zu schade für die Tonne“ setzte sie ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Konsum – eine Idee, die 2022 mit dem Marketingpreis in der Kategorie „Kleinunternehmen“ ausgezeichnet wurde.

Doch Silvia Kolb ist mehr als eine erfolgreiche Unternehmerin. In ihrem Buch „Trotzdem… glücklich… erfolgreich… alles!“ gewährt sie sehr persönliche Einblicke in ihren Lebensweg. Offen und ehrlich spricht sie über ihre Erfahrungen mit Depressionen und zeigt, wie wichtig es ist, psychische Gesundheit ernst zu nehmen und offen darüber zu sprechen.

Ihr Engagement für mentale Gesundheit und der Einsatz gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen sind Ausdruck eines tiefen Verantwortungsgefühls und der Überzeugung, dass Offenheit und Austausch Mut machen können. Silvia zeigt: Verletzlichkeit ist kein Makel, sie ist menschlich und sie kann zur Stärke werden.

Im Gespräch mit Region im Blick blickt Silvia Kolb auf fünf bewegende Jahre zurück., von Momenten, die sie berührt und bewegt haben und von Situationen, die alles andere als einfach waren. Sie gibt Einblicke in ihre ganz persönliche Geschichte, was sie inspiriert und welche Menschen und Erfahrungen sie besonders geprägt haben. Dabei spricht sie ebenso über ihre österreichische Herkunft, über ihre Visionen für die Zukunft und ihre persönliche Definition von Glück. Authentisch, inspirierend und berührend, erzählt sie, wie man Herausforderungen meistert, Mut findet und dabei das eigene Glück nie aus den Augen verliert.

Silvia Kolb

Region im Blick: Frau Kolb, herzlichen Glückwunsch zum 5-jährigen Jubiläum von „Schwarzwald Würze“! Wenn Sie an diese fünf Jahre denken welches Gefühl steht bei Ihnen ganz vorne?

Silvia Kolb: Vielen Dank! Wenn ich auf die letzten fünf Jahre bei „Schwarzwald Würze“ zurückblicke, überkommt mich eine große Freude und Dankbarkeit. Es erfüllt mich mit Demut und Stolz, dass wir unser 5-jähriges Firmenjubiläum feiern dürfen. Wir haben als kleines Startup angefangen und mussten in dieser Zeit mit einigen Rückschlägen wie der Pandemie, Teuerung und dem Verlust einiger Partner umgehen. Doch gleichzeitig haben wir auch große Erfolge verbuchen können, wie etwa die zweifache Nominierung und Auszeichnung mit dem Ortenauer Marketing Preis sowie wertvolle Partnerschaften, Kooperationen und gelungene Veranstaltungen. Insgesamt bin ich daher glücklich und zuversichtlich, wenn ich an die letzten 5 Jahre denke, denn es hat sich gezeigt, dass auch aus schwierigen Situationen viel Positives entstehen kann.

Region im Blick: Was war für Sie der schönste oder bewegendste Moment in dieser Zeit? 

Silvia Kolb: Für mich persönlich war die 5-Jahres-Feier unseres Unternehmens der schönste und bewegendste Moment. Es war unglaublich erfüllend und emotionsgeladen, mit unseren Unterstützern, Partnern und Freunden gemeinsam zu feiern, dass wir es trotz all der Herausforderungen geschafft haben, 5 Jahre lang erfolgreich zu bestehen. Der Abend war einfach großartig und berührend, und es war ein unvergessliches Erlebnis, das mich sehr bewegt hat.

Region im Blick: Gab es eine Situation, in der Sie dachten: „Jetzt gebe ich auf“ und wie haben Sie sich da wieder motiviert?

Silvia Kolb: Ja, es gab Situationen, in denen ich dachte "Jetzt gebe ich auf". Als Unternehmer hat man immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen und es ist völlig normal, dass es manchmal schwierig wird. Doch ich habe gelernt, dass es wichtig ist, in solchen Momenten ein unterstützendes und motivierendes Umfeld zu haben. Meine Familie, Freunde und meine Partner haben mich in solchen Situationen aufgefangen und mich wieder aufgebaut. Manchmal reicht schon ein Perspektivwechsel, ein Spaziergang oder ein Abend mit meinen Liebsten, um meine Sichtweise zu ändern und mich wieder zu motivieren. Das Leben und auch das Unternehmertum besteht aus Höhen und Tiefen und ich bin dankbar, dass ich mich in einem Umfeld befinde, das mich in jeder Situation unterstützt.

Region im Blick: 2022 wurden Sie mit dem Marketingpreis in der Kategorie „Kleinunternehmen“ ausgezeichnet wie haben Sie diesen Moment erlebt?

Silvia Kolb: Die Auszeichnung mit dem Ortenauer Marketingpreis war ein unvergesslicher Moment für mich. Es war überwältigend, vor einer so großen Menge an Menschen in der Oberrheinhalle zu stehen und dann auch noch als Gewinnerin hervorzugehen. Ich war unglaublich dankbar, glücklich und stolz, diesen besonderen Moment erleben zu dürfen. Der Abend war voller Höhepunkte, ich hatte die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und wertvolle Partnerschaften zu schließen. Ich erhielt Glückwünsche aus der ganzen Welt und wir feierten ausgelassen. Es war eine große Ehre, dabei zu sein.

Region im Blick: Wenn Sie Ihr Unternehmen in drei Worten beschreiben müssten: Welche wären das? 

Silvia Kolb: Tradition, Qualität, Geschmack

Region im Blick: Ihre Kampagne „Z’schad – Zu schade für die Tonne“ hat die Jury überzeugt. Wie ist diese Idee entstanden?

Silvia Kolb: Die Corona Maßnahmen 2020 hatten massive Auswirkungen auf unsere umsatzstärkste Zielgruppe – die Tourismusbetriebe und Souvenirshops.

Die meisten mussten von einem auf den anderen Tag schließen und hatten keine Möglichkeit, die Produkte aus den Regalen an den Mann zu bringen. Nicht nur, dass hier der komplette Umsatz fehlte, viele Produkte, darunter auch Schwarzwald Würze, sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen und so nur für einen begrenzten Zeitraum für den Verkauf geeignet. Die Kampagne richtete sich auf der einen Seite an unsere Corona-geschädigten Händler aus dem Bereich Tourismus, auf der anderen Seite an unsere Endkunden, die nicht nur Wert auf Qualität und Geschmack legen, sondern auch auf Nachhaltigkeit auf allen Ebenen und Freude daran haben, Lebensmittel zu retten und Müll zu vermeiden.

Z’SCHAD bedeutet „zu schade“ und damit ist gemeint „zu schade, um im Müll zu landen“. Wenn Gewürze richtig gelagert werden (trocken, dunkel, luftdicht, kühl) werden sie nicht schlecht. Dennoch haben all unsere Produkte ein MHD - auch jene Produkte, die in den Regalen der geschlossenen Läden in Tourismusgebieten lagerten.

Wir wollten mit dieser Aktion unsere betroffenen Geschäftspartner, welche aufgrund von Corona schließen mussten, unterstützen, indem wir die Schwarzwald Würze Produkte zu 1/3 des Preises zurückkauften. Dies sollte einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass sie die Krise überstehen wir danach wieder Geschäfte machen können.

Wir wollten außerdem unsere Endkunden auf das Thema Nachhaltigkeit im Sinne von Lebensmittel retten und Müll vermeiden sensibilisieren und die Produkte nahe am MHD zu 1/3 des Preises über unseren Onlineshop verkaufen.

Region im Blick: Haben Sie durch die Kampagne selbst Ihr Konsumverhalten verändert?

Silvia Kolb: Es ist eher umgekehrt, dass wir mit der Kampagne etwas, was wir selbst schon lange leben, auch noch mehr nach außen tragen konnten.

Region im Blick: Sie sind in Österreich aufgewachsen und leben heute im Südwesten Deutschlands. Welche Rolle spielt Ihre Herkunft in Ihrer Arbeit und Ihrem Verständnis von Küche und Genuss?

Silvia Kolb: Genuss, Tradition und Geselligkeit, werden in meiner alten und meiner neuen Heimat ähnlich gelebt. Wahrscheinlich mit ein Grund, warum ich mich im Schwarzwald von Anfang an so wohl gefühlt habe!

Region im Blick: Wer oder was hat Sie auf Ihrem bisherigen Lebensweg besonders geprägt und was war der mutigste Schritt, den Sie bisher gegangen sind?

Silvia Kolb: Im Laufe meiner Karriere habe ich in vielen Ländern arbeiten dürfen und war auch in Entwicklungshilfeprojekte involviert. Zu sehen, wie arm manche Menschen dran sind und die Möglichkeit zu haben, einen kleinen Beitrag zur Hilfe zu leisten hat mich sehr geprägt. Letztlich hat wahrscheinlich auch diese Erfahrung – helfen zu können - dazu beigetragen, dass ich mich – obwohl es anfangs gar nicht geplant war, doch dazu entschlossen habe, mein Buch über Depressionsbewältigung zu veröffentlichen. Denn ursprünglich war es nur für mich und mein Umfeld gedacht. Aber Gedanke, dass es vielleicht auch nur einem Menschen helfen könnte, überwiegt ganz klar meine Scham und Ängste, die eine Veröffentlichung hervorrufen. Und somit war vermutlich dies meine mutigste Entscheidung.

Region im Blick: Woher nehmen Sie Ihre Energie und Inspiration für all Ihre Projekte?

Silvia Kolb: Ich beziehe meine Energie und Inspiration aus verschiedenen Quellen. Vor allem meine kleine Familie, bestehend aus meinem Mann und meinem Sohn, ist meine persönliche Tankstelle. Ich genieße es, Zeit mit ihnen zu verbringen, denn sie sind das Wichtigste in meinem Leben und geben mir den nötigen Antrieb, um immer weiterzumachen. Auch die Natur spielt eine große Rolle für mich. Besonders im Wald und in den Bergen kann ich Kraft schöpfen und neue Ideen gewinnen. Zudem nehme ich mir regelmäßig kleine Auszeiten, um meinen Akku aufzuladen.

Region im Blick: Neben Ihrem Unternehmertum engagieren Sie sich stark für das Thema Depression und setzen sich aktiv gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen ein. Sie Warum ist Ihnen dieses Thema so wichtig?

Silvia Kolb: Weil ich selbst betroffen bin und aus eigener Erfahrung weiß, wie belastend und einschränkend diese Krankheit sein kann. Durch mein Unternehmertum und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit möchte ich auch meine Reichweite nutzen, um das Bewusstsein für Depressionen und andere psychische Erkrankungen zu stärken und Tabus zu brechen.

Zudem sehe ich es als gesellschaftliche Pflicht, mich für diese Thematik einzusetzen und meinen Teil dazu beizutragen, dass Betroffene nicht länger im Verborgenen leiden müssen und die allgegenwärtige Stigmatisierung endlich überwunden wird. Denn psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche Gesundheit und gehört genauso selbstverständlich akzeptiert und respektiert.

Ich möchte Menschen ermutigen, offen über ihre psychischen Herausforderungen zu sprechen, sich Hilfe zu suchen und sich nicht mehr zu schämen. Denn nur durch Offenheit und Akzeptanz können wir ein Umfeld schaffen, in dem sich Betroffene nicht allein fühlen und gemeinsam die Reise der Genesung antreten können. Letztendlich geht es mir darum, zu zeigen, dass es Hoffnung und Heilung gibt und dass wir alle zusammenarbeiten müssen, um die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu überwinden und eine unterstützende und verständnisvolle Gesellschaft zu schaffen.

Region im Blick: Viele Menschen scheuen sich, über Depressionen zu sprechen. Welche Botschaft möchten Sie Betroffenen und Angehörigen mitgeben?

Silvia Kolb: Meine Botschaft an Betroffene von Depressionen wäre: Es ist wichtig zu verstehen, dass Depression keine Schwäche ist, sondern eine ernsthafte psychische Erkrankung, die jeden treffen kann. Es ist keine Schande, Hilfe zu suchen und darüber zu sprechen. Du bist nicht allein und es gibt Unterstützung und Behandlungsmöglichkeiten, die dir helfen können, mit deiner Krankheit umzugehen. Lass dich nicht von Scham oder Stigmatisierung davon abhalten, über deine Gefühle und Erfahrungen zu sprechen. Du verdienst Unterstützung und Verständnis.

Meine Botschaft an Angehörige wäre: Auch wenn es manchmal schwer zu verstehen sein mag, versuche dein Bestes, deine lieben Menschen in ihrem Kampf gegen Depression zu unterstützen. Sei geduldig, sei da und zeige Mitgefühl. Es ist wichtig, dass sie wissen, dass sie nicht allein sind und dass du für sie da bist. Sei auch bereit, professionelle Hilfe zu suchen und dich über die Krankheit zu informieren, um besser zu verstehen, was dein Angehöriger durchmacht. Depressionen sind behandelbar und jeder Zuspruch und jede Unterstützung kann einen großen Unterschied machen.

Region im Blick: Mit Ihrem Buch „Trotzdem…glücklich…erfolgreich…alles!“ geben Sie sehr persönliche Einblicke. Wie war der Schreibprozess für Sie – befreiend, herausfordernd, emotional?

Silvia Kolb: Der Schreibprozess für dieses Buch war definitiv eine Mischung aus all diesen Elementen. Einerseits war es befreiend, meine Gedanken und Erfahrungen auf Papier zu bringen und sie mit anderen zu teilen. Ich hatte das Gefühl, endlich meine Gefühle und Gedanken in eine konkrete Form zu bringen und sie nicht mehr nur in meinem Kopf zu behalten.

Andererseits war es auch herausfordernd, da ich mich immer wieder mit den dunklen Seiten meiner Depression auseinandersetzen musste. Das hat mich oft emotional belastet und ich musste immer wieder Pausen einlegen, um mich zu erholen. Dennoch war der Schreibprozess insgesamt sehr heilsam für mich. Es hat mir geholfen, meine eigene Situation besser zu verstehen und auch neue Perspektiven zu entwickeln. Außerdem habe ich durch das Schreiben viel gelernt und bin auch stolz darauf, dass ich meine Erfahrungen nutzen kann, um anderen Menschen Mut zu machen und sie zu inspirieren.

Region im Blick: Gibt es eine Passage, die Ihnen selbst besonders am Herzen liegt?

Silvia Kolb: Ich könnte jetzt keine hervorheben – das Buch ist insgesamt – mit all den Geschichten, Erfahrungen, Listen usw.. als gesamtes genauso geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte und ich glaube, dass es Menschen am besten helfen kann. Für mich persönlich gibt es heute keine Situation, die ich als besser oder schlechter bewerten würde, weil mich insgesamt alles, was ich erleben durfte, und musste in mein heutiges Leben geführt hat, wo ich mich sehr wohl, gut aufgehoben und glücklich fühle.

Region im Blick: Gemeinsam mit Adrian Hoffmann präsentieren Sie das Buch in einem Live-Podcast. Worauf dürfen die Gäste sich dabei freuen?

Silvia Kolb: Gemeinsam werden wir hinter die Kulissen meines Weges blicken und über wichtige Aspekte im Umgang mit Depression sprechen. Dazu gehört auch die Rolle von Angehörigen, Familie und Freunden in schwierigen Zeiten, wie ich als Unternehmerin mit Depression umgehe und warum Prävention, Sichtbarkeit und Aufklärung so wichtig sind.

Region im Blick: Was wünschen Sie sich von der Gesellschaft im Umgang mit psychischen Erkrankungen wie Depression?

Silvia Kolb: Es ist mir ein Anliegen, dass die Gesellschaft offener und sensibler mit psychischen Erkrankungen umgeht. Zunächst wünsche ich mir mehr Aufklärung und Verständnis für Depressionen und andere psychische Leiden. Diese Erkrankungen sind keine Schwäche oder Einbildung, sondern ernstzunehmende Krankheiten, die Betroffene oft unsichtbar leiden lassen.

Ich wünsche mir auch eine Enttabuisierung des Themas, damit Betroffene keine Angst haben müssen, sich zu outen und Hilfe zu suchen. Stattdessen sollte es ein offenes und unterstützendes Umfeld geben, in dem Betroffene ohne Vorurteile und Stigmatisierung Hilfe finden können.

Letztendlich wünsche ich mir, dass wir alle gemeinsam ein Bewusstsein schaffen für die Wichtigkeit von psychischer Gesundheit und dass empathischer und einfühlsamer Umgang mit Betroffenen Teil unserer Gesellschaft wird. Denn nur durch Verständnis und Unterstützung können wir gemeinsam die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen überwinden und Betroffenen das Leben erleichtern.

Region im Blick: Gibt es eine Botschaft, die Sie Ihren Kundinnen, Lesern oder Podcast-Hörern unbedingt mitgeben möchten? 

Silvia Kolb: Depression ist eine ernste Erkrankung und keine Schwäche oder persönliches Versagen. Es ist wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich nicht alleine zu fühlen. Die Heilung und der Umgang mit Depression erfordern Zeit, Geduld und Selbstfürsorge, aber es ist möglich, ein erfülltes und glückliches Leben trotz der Erkrankung zu führen. Jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, das Stigma, um psychische Erkrankungen zu brechen und ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, in dem sich Betroffene nicht verurteilt oder stigmatisiert fühlen. Lasst uns gemeinsam für mehr Aufklärung und Verständnis sorgen und denen eine Stimme geben, die noch keine haben. Denn zusammen können wir stark sein und gemeinsam die Dunkelheit der Depression überwinden.

Region im Blick: Und zum Schluss ganz persönlich: Was bedeutet für Sie heute Glück?

Silvia Kolb: Für mich bedeutet Glück heute, im Hier und Jetzt zu leben und jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Am liebsten gemeinsam mit geliebten Menschen. Es ist die Fähigkeit, trotz schwieriger Zeiten positiv zu bleiben und sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Glück ist für mich auch, meine Leidenschaften zu leben und im Einklang mit mir selbst zu sein. Es ist ein Gefühl von Zufriedenheit und Dankbarkeit für all das, was ich habe.

Daniela Hiebel im Gespräch mit Silvia Kolb / Bilder Silvia Kolb

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