Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill übernehmen die Leitung des Sozialpädiatrischen Zentrums am St. Elisabethen-Krankenhaus
Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) am St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach stellt sich personell neu auf: Dr. Ursula Büsse (38) und Vanessa Dill (43) übernehmen künftig gemeinsam die Leitung der spezialisierten interdisziplinären Einrichtung für entwicklungsauffällige Kinder und Jugendliche.

(von l. nach r.): Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill
Bislang wurde das SPZ kommissarisch von Dr. Michael Fedorcak gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Tilman Humpl geleitet.
Mit der neuen Doppelspitze setzt das Dreiland-Klinikum bewusst auf eine interdisziplinäre Führungsstruktur, die die multiprofessionelle Arbeitsweise des Sozialpädiatrischen Zentrums auch organisatorisch widerspiegelt. „Das Sozialpädiatrische Zentrum ist eine interdisziplinäre Ambulanz mit enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen. Deshalb war es uns wichtig, die Leitung ebenfalls interdisziplinär aufzustellen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, erklären Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill gemeinsam. Gleichzeitig verweisen beide auf die hohe Bedeutung des SPZ für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region: „Wir sehen seit Jahren, dass der Bedarf an sozialpädiatrischer Diagnostik und Behandlung unverändert hoch ist und kontinuierlich weiter wächst. Uns ist bewusst, dass hinter jeder Anfrage ein Kind mit seiner Familie steht, dem wir mit fachlicher Kompetenz und Empathie begegnen möchten. Unser Ziel ist, dass das SPZ ein Ort ist, an dem sich Familien verstanden, begleitet und gut aufgehoben fühlen.“
Langjährige Erfahrung im Sozialpädiatrischen Zentrum
Dr. Ursula Büsse studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und promovierte dort im Bereich der pädiatrischen Pneumologie. Ihre fachärztliche Weiterbildung absolvierte sie an der Universitätskinderklinik Würzburg, an der sie anschließend auch als Fachärztin tätig war. 2019 wechselte sie in die Neonatologie des St. Elisabethen-Krankenhauses Lörrach. Nach Abschluss der Schwerpunktweiterbildung Neonatologie arbeitet sie seit 2022 im Sozialpädiatrischen Zentrum und vertiefte ihre Spezialisierung im Bereich der Neuropädiatrie unter anderem am Universitätsklinikum Freiburg.
Vanessa Dill absolvierte ein Masterstudium der Psychologie mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie in Landau und Basel und verfügt zusätzlich über eine systemische Weiterbildung. Sie arbeitet seit 15 Jahren im Sozialpädiatrischen Zentrum Lörrach und bringt damit eine langjährige Erfahrung in der sozialpädiatrischen Diagnostik und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien mit.
Prof. Dr. Tilman Humpl, Ärztlicher Direktor und Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, betont die hohe fachliche und menschliche Kompetenz der neuen Leitung: „Mit Dr. Ursula Büsse und Vanessa Dill übernehmen zwei erfahrene Persönlichkeiten die Leitung des SPZ, die die Einrichtung, ihre Strukturen und vor allem die Bedürfnisse der betreuten Kinder und Familien seit vielen Jahren bestens kennen. Die neue interdisziplinäre Doppelspitze steht zugleich für Kontinuität und Weiterentwicklung.“
Dr. Michael Fedorcak, der das Sozialpädiatrische Zentrum in den vergangenen Jahren kommissarisch mitgeleitet hatte, bleibt dem Zentrum mit seiner neuropädiatrischen Expertise weiterhin verbunden und wird auch künftig im Rahmen einer diabetologischen Sprechstunde tätig sein.
Sozialpädiatrisches Zentrum begleitet Kinder und Familien interdisziplinär
Das Sozialpädiatrische Zentrum am St. Elisabethen-Krankenhaus ist eine spezialisierte ambulante Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren mit Entwicklungsauffälligkeiten, Verhaltensauffälligkeiten, neurologischen Erkrankungen oder drohenden beziehungsweise bestehenden Behinderungen. Die Behandlung erfolgt auf Überweisung durch Haus- oder Kinderärzte. Im SPZ arbeiten Fachleute aus unterschiedlichen Berufsgruppen eng zusammen – darunter Kinderheilkunde und Entwicklungsneurologie, Entwicklungspsychologie, Ergotherapie, Heil- und Sozialpädagogik, Logopädie sowie Physiotherapie.
Zu den Schwerpunkten gehören die Frühgeborenennachsorge, Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter, Sprachentwicklungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Verhaltensstörungen, emotionale Auffälligkeiten, Bewegungs- und Koordinationsstörungen sowie die Begleitung genetischer Erkrankungen und bestehender oder drohender Behinderungen. Nach einer umfassenden Entwicklungsdiagnostik werden gemeinsam mit den Familien individuelle Förder- und Behandlungskonzepte entwickelt. Dabei arbeitet das SPZ eng mit Frühförderstellen, Kindergärten, Schulen, Beratungsstellen, Gesundheits- und Jugendämtern sowie niedergelassenen Therapeutinnen und Therapeuten zusammen.
Das Sozialpädiatrische Zentrum bietet unter anderem eine Baby-Sprechstunde für Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen, heilpädagogische Angebote, entwicklungspsychologische Beratung, Schullaufbahnberatung, Sozialberatung, Logopädie, Ergotherapie, Frühgeborenennachsorge bis ins Schulalter sowie spezialisierte Sprechstunden im neuropädiatrischen und humangenetischen Bereich an.


