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Benjamin Schweda gibt Traineramt der U21 ab – bleibt der HSG Konstanz aber erhalten

Der frischgebackene Familienvater hat eine berufliche Chance erhalten, die die Tätigkeit im bisherigen Umfang nicht mehr möglich macht. Als Nachwuchsleiter der U21 und U19 bleibt er der HSG jedoch erhalten.

Benjamin Schweda gibt Traineramt der U21 ab

André Frensel

Seit 19 Jahren bei der HSG

Seit 19 Jahren gehört Schweda zur HSG-Familie, seit 2017 zählt er – mit Unterbrechungen als Spieler der ersten Mannschaft – zum Inventar der U21. Als Spieler oder aber als Trainer, der zahlreiche Talente entwickelt hat. Knapp 25 sind es, die in den letzten Jahren unter ihm und seinen Vorgängern den Sprung mindestens in die 3. Liga schafften. Eine stolze Zahl. Der sportliche Leiter André Melchert lobt den langjährigen großen Einsatz: „Benni hat über viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet und viele junge Spieler auf ein hohes Niveau gebracht. Wir haben aber nun vollstes Verständnis für seine Entscheidung.“ Aufgrund einer beruflichen Chance kann er ab sofort nicht mehr den hohen Aufwand für die fast tägliche Arbeit im Training oder bei den Spielen in der Oberliga-Baden-Württemberg aufbringen. „Leicht ist mir der Abschied nicht gefallen“, erzählt der 32-Jährige, der früher selbst in der 2. Bundesliga auflief, aber auch von vielen Verletzungen zurückgeworfen wurde und dadurch früh Verantwortung als Trainer übernahm.

Kupferschmid/Hadlich übernehmen

Künftig wird der bisherige Co-Trainer Claudio Kupferschmid zusammen mit dem neuen Co-Trainer Jonas Hadlich die Geschicke der Konstanzer Perspektivmannschaft leiten, aus der in den letzten Jahren eine ganze Reihe an Spielern den Weg in die erste Mannschaft fand. Neben Hadlich selbst auch Lars Michelberger, Konstantin Pauli, Noah Frensel, Adrian Lehmann, Sven Iberl, Tim Enninghorst und Jan Stotten. Für Schweda nun also „kein schlechter Zeitpunkt“ für den personellen Wechsel auf der Trainerbank, da Hadlich die Konzepte von Ralf Bader aus der ersten Mannschaft aus erster Hand in die U21 transportieren kann. Als Nachwuchsleiter der U21 und U19 bleibt er der HSG erhalten und wird sich weiter um die Kaderplanung und Organisation kümmern. „Ich werde weiter nahe an der Mannschaft sein und bei Überschneidungen mit der Ersten nach Möglichkeit auch aushelfen“, erklärt er.

Sprungbrett in die erste Mannschaft

Hinter den persönlichen Erfolgen stehen für Schweda die Schritte seiner Spieler: „Nichts macht mich stolzer, als zu sehen, wie viele unserer Spieler in der ersten Mannschaft oder hohen Ligen angekommen sind.“ Gerade in den letzten zwei Jahren profitierte die HSG sehr vor der eigenen Nachwuchsarbeit und wird diesen Weg auch in Zukunft weiter forcieren. Das bedeutet zwar für die U21 einen erneuten Aderlass, der zunächst nicht einfach zu kompensieren sein werde. „Aber“, so Schweda, „wenn ich sehe, was wir für Talente in der U19 und U17 haben, ist es unser und mein Ziel, nach vielleicht ein, zwei schwierigeren Jahren wieder oben in der Oberliga anzugreifen.“ In der letzten Saison war es schon einmal gelungen, nach einem großen Umbruch fast in die Regionalliga aufzusteigen. Für den gebürtigen Überlinger mit die schönste Saison als Trainer überhaupt, „weil wir als Team unglaublich zusammen gewachsen sind und schließlich nur ein Punkt gefehlt hat.“ In diesem Sinne blickt er optimistisch auf die Entwicklung der HSG-Talentschmiede, die auch in Zukunft eine wichtige Rolle auf hohem Niveau als Sprungbrett in die erste Mannschaft spielen soll.

Text/Bild: HSG Konstanz GmbH

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