„Im zurückliegenden Jahr sind wir in unserer Markenstrategie und Vertriebspolitik erfolgreich vorangekommen,“  so Dr. Peter Schuster und Eckart Escher, Vorstände des Badischen Winzerkellers bei einer ersten, vorläufigen Bilanz zum Jahreswechsel 2019/2020.

„Wir danken unseren Winzerfamilien und allen Mitarbeitern im Hause für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.“ Martin Schongauer, Heinrich Hansjakob und Schloss Munzingen zeigen erneut eine positive Umsatzentwicklung.

Das in 2016 eingeführte Konzept DIE SONNENWINZER hat sich gefestigt und bewährt. DIE SONNENWINZER sind mehr als nur eine Werbestrategie, sie sind eine Philosophie. Die Botschaft kommt gut an und sie unterstützt die positiven Entwicklungen unserer Markenprodukte. 2018 verzeichneten wir zum dritten Mal in Folge ein deutliches Umsatzplus. 2019 haben unsere Markenprodukte um 7 % an Umsatz vs. Vorjahr zugelegt. Gesamthaft war 2019 aber ein sehr schwieriges Jahr. Hintergrund ist die stark veränderte Marktsituation nach dem großen Herbst 2018, die sich v.a. in erhöhtem Preisdruck äußerte.

Vor strukturellen Herausforderungen Vorstand Eckart Escher l und Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Schuster rVor strukturellen Herausforderungen Vorstand Eckart Escher l und Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Schuster r

„Aufgrund der daraus resultierenden Wertschöpfungsverluste wird in der Folge die durchschnittliche Auszahlung für Trauben voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahr liegen. Was wir daher in 2020 vorantreiben werden, ist die Optimierung der Kostensituation in allen Unternehmensbereichen“ so der Vorstand. „Das geht vielen Erzeuger-Betrieben ähnlich. Wir haben im genossenschaftlichen Gedanken für das Auskommen unserer Mitgliedsbetriebe zu sorgen. Zugleich müssen wir investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben – kein leichtes Unterfangen.“

„Wir haben in 2019 weiter intensiv an unserer Strategie der Zukunft gearbeitet“, so Dr. Schuster: „Besonders ist es die Digitalisierung, die auch im Badischen Winzerkeller voranschreitet. Hier wurde einerseits in leistungsfähige IT-Systeme investiert, andererseits haben wir auch unseren Online-Shop und unsere Webseite auf den neuesten technischen Stand gebracht. Der Online-Handel boomt und wir wollen mit unserem Direktvertrieb zusätzliche Wertschöpfung für unsere Winzerschaft generieren. Wir haben in unsere Keller- und Gebindestrukturen investiert und sind weiter dabei, die Prozessabläufe effizienter zu gestalten.

Aber nicht nur im Kellerbereich, sondern für das gesamte Unternehmen haben wir unsere Organisationsstruktur neu geordnet. Künftig arbeiten wir in sechs Bereichen – Produktion, Technik, Verwaltung, Marketing und zwei Vertriebsbereiche. Die Ziele sind effizientere Abläufe und kürzere Entscheidungswege bei höherer Transparenz für alle Beteiligten. Bilanziell werden die Bestandsbewertungen der letzten Weinherbste unser Ergebnis 2019 maßgeblich beeinflussen. Waren es 2018 annähernd 25 Mio. kg Einlagerungsmenge, wurden 2019 mit 20 Mio.kg rd. 20 % naturbedingt weniger in den Keller eingebracht. Trotz hervorragender Traubenqualitäten werden wir die marktbedingten Risiken in der Bewertung der Bestände berücksichtigen,“ erläutern Dr. Peter Schuster und Eckart Escher.

„Wir haben die Notwendigkeit des Strukturwandels im Badischen Winzerkeller erkannt und werden durch die Neuausrichtung den veränderten Rahmenbedingungen des Weinmarktes entsprechen. Für 2020 werden wir unsere Ressourcen noch gezielter in Vertriebsunterstützung und Digitalisierung kanalisieren. Neben dem Wettbewerbsdruck im hart umkämpften Weinmarkt spielen Veränderungen im gesellschaftspolitischem Umfeld ebenfalls eine gravierende Rolle. Das Winzerhandwerk zu erhalten und die Zukunft der Winzer zu sichern - das ist die Herausforderung, der wir uns auch 2020 und darüber hinaus stellen.

In 2020 erwarten wir aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen bereits eine Verbesserung der Ergebnissituation.“

Quelle/Bild: Badischer Winzerkeller eG