Am Samstag 31. 08. und Sonntag 01.09.2019 findet auf dem Breisacher Münsterberg anlässlich der Ersterwähnung von Breisach vor 1650 Jahren ein „Römerspektakel“ statt.

Damals proklamierte Kaiser Valentinian I. auf seiner Kontrollreise an der rheinischen Grenze ein Edikt auf dem Breisacher Münsterberg.

Die Ankunft des Kaisers mit seiner Leibwache, verschiedene Kampftechniken und das Lagerleben der Römer im 4.Jahruhundert nach Christi wollen drei unterschiedliche Gruppen auf dem Breisacher Münsterplatz nachspielen. Es sind die „Herculiani Iuniores“ aus Frankreich (Elsass), die „Quartodecimani“ aus Österreich und die „Celte Seniores“ aus der Nähe von Trier.

Roemer 01 002 Herculiani Iuniores © Steven Cockings

Es handelt sich dabei nicht um eine Theatertruppe, vielmehr folgen die Akteure strikt historischen, archäologischen und literarischen Richtlinien. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Geschichtsbegeisterten, Studenten, Fechtern und Handwerkern.  Sie möchten nicht, wie oft üblich, den Untergang des Römischen Reiches sondern die Entwicklung einer reichen Kultur darstellen. Insgesamt sind es 20 Personen, darunter Soldaten bis zum Tribun, aber auch Zivilisten, die somit einen kleinen kaiserlichen Hof mit Wachen und Legionen bilden.

Der triumphale Einzug des Kaisers in die Stadt Breisach soll auf dem Münsterplatz nachgestellt werden. Nach Überprüfung der Truppen folgt die Ansprache des Kaisers mit der Einführung des Gesetzes von 369 n. Chr. in deutscher, französischer und lateinischer Sprache. Zu verschiedenen Uhrzeiten werden individuelle und kollektive Kampftechniken, aber auch Gruppenmanöver und Kampfübungen vorgeführt.

Gleichzeitig findet der Besucher im „Franziskaner- Klostergarten“ ein Lager mit römischen Zelten, das auch das alltägliche Leben der Legionäre nachempfindet.

In diesem Rahmen bieten die drei Gruppen dem Publikum ein lebendiges Abbild des römischen Lebens zu dieser Zeitepoche.  Das Fernsehen von Biesheim wird die Aktionendieser sehenswerten Zeitreise filmen.   Die Aufführungen finden am Samstag um 11:00 Uhr und 16:00 Uhr statt, am Sonntag um 12:00 Uhr, 14:00 Uhr und 17:00 Uhr.