Neue Coronaverordnung des Landes setzt 2G-Plus und eine Kapazitätsbegrenzung voraus Beschicker sprechen sich mehrheitlich für Beendigung des Freiburger Weihnachtsmarktes aus

Weihnachtsmarkt heute bis einschließlich 20:30 Uhr unter 2G-Plus-Bedingungen geöffnet

Kunsthandwerkern wird Unterstützung mit dezentralen Standorten im öffentlichen und privaten Raum angeboten Weihnachtliche Beleuchtung und Christbäume bleiben. Aufgrund der gestern Abend vom Land Baden-Württemberg veröffentlichten Coronaverordnung und damit einhergehender neuer Vorgaben, die bereits seit heute gelten, hat die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) als Veranstalterin gemeinsam mit den teilnehmenden Beschickerinnen und Beschickern entschieden, den diesjährigen Freiburger Weihnachtsmarkt vorzeitig zu beenden.

Freiburg Weihnachtsmarkt cFWTM SchwererFreiburg Weihnachtsmarkt / Foto FWTM Schwerer

Der Weihnachtsmarkt hat nur noch heute, 24. November 2021 bis 20:30 Uhr geöffnet. Für den heutigen Tag hat die FWTM aufgrund der Kurzfristigkeit der Coronaverordnung eine Ausnahmegenehmigung von der Stadt Freiburg unter 2G-Plus-Bedingungen. Wer heute auf dem Weihnachtsmarkt Speisen und Getränke verzehren möchte, muss zusätzlich zum 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) einen negativen Antigen-Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) oder einen negativen PCRTest (nicht älter als 48 Stunden) erbringen. Die Vorlage der Nachweise erfolgt bei sogenannten Scouts, die vor Ort im Einsatz sind.

Laut der neuen Coronaverordnung wäre für die Weiterführung des Weihnachtsmarktes unter anderem eine Einzäunung aller Flächen sowie eine Reduzierung der möglichen Besucherzahl auf 50 Prozent erforderlich gewesen. Zusätzlich hätte der Zutritt zum Bereich des Kunsthandwerks einen 2G-Plus-Nachweis erfordert. Da im Vorfeld ein dezentrales Konzept entwickelt wurde, das eine Entzerrung der Veranstaltung auf sieben verschiedene Plätze vorsieht, hätte eine Einzäunung fachlich geprüft werden müssen. Durch das mehrheitliche Votum der Beschicker ist dies nicht mehr erforderlich.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Die neue Landesverordnung verhindert die Weiterführung des Freiburger Weihnachtsmarktes in der Innenstadt. Für die Händlerinnen und Händler ist das ein herber Schlag und ich habe großen Respekt vor ihrem Engagement. Daher haben wir im direkten Gespräch betont, dass wir sie als Stadt weiterhin unterstützen.“ „Wir bedauern zutiefst, dass uns die Vorgaben des Landes zu diesem Schritt führen. Dies war vor Veröffentlichung der neuen Coronaverordnung in keiner Weise absehbar“, sagt FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki. „Die neue Verordnung wurde so kurzfristig veröffentlicht, dass den Veranstaltern kein zeitlicher Handlungsspielraum bleibt, um die Vorgaben zeitnah umzusetzen. Die Regelungen für Weihnachtsmärkte sind ein Rückschlag für die Schausteller, Marktkaufleute und Kunsthandwerker. Wir hoffen, dass das Land entsprechende Lösungen anbieten wird.“ „Wir als Stadt Freiburg stehen zu den Schaustellern und Marktkaufleuten und werden anteilig die Standgebühren ab dem Tag der Schließung erstatten,“ betont Bürgermeister Stefan Breiter.

Der Weihnachtsmarkt mit seinem umfassenden Hygiene- und Sicherheitskonzept war bisher durchaus erfolgreich: An sechs Veranstaltungstagen konnten insgesamt 108.897 Besucherinnen und Besucher sowie rund 52.000 verkaufte Armbänder verzeichnet werden. Es erfolgten regelmäßige Kontrollen durch Personal, das in erhöhten Intervallen im Einsatz war. Seitens der Besucher und Beschicker hat die FWTM ein mehrheitlich positives Feedback zu den getroffenen Hygienemaßnahmen sowie dem dezentralen Konzept mit Einbindung des Colombiparks erhalten. Der Weihnachtsmarkt hat am vergangenen Donnerstag, 18. November begonnen und wäre bis einschließlich Donnerstag, 23. Dezember geöffnet gewesen. Die weihnachtliche Beleuchtung und die Christbäume bleiben bestehen, um das Flair für die Familien und Besucher_innen zu erhalten.

Text/Bild: Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG