Lebensgemeinschaft Wald

Traditionell ist der 21.März „Tag des Waldes“, den die FAO* schon bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat und um auf seine Bedeutung sowie einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auf-merksam zu machen.

Der Wald-ein beliebtes Naherholungsgebiet. Viele nutzen ihn für Wanderungen und Spaziergänge. Doch er ist viel mehr, wer bereit ist sich auf ihn einzulassen, kann die Heimat vieler Tiere und Pflanzen kennenlernen. Ein besonderer Naturraum, den es sich lohnt zu erforschen.

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Die Wertschätzung und Wahrnehmung zur Natur während der Pandemie haben sich verändert. Mal kurz ins Grüne fahren, um die Seele baumeln zu lassen, frische Luft einatmen und zur Ruhe kommen – in der Corona-Krise haben viele Menschen den Wald wieder für sich entdeckt. Während die einen Ruhe genießen, suchen andere Bewegung und Abenteuer. Wanderer, Jogger, Radfahrer und gebietsweise auch Reiter suchen Ausgleich und Entspannung in den Wäldern. Der Wald ist für viele Menschen ein Ort der Erholung. Seine Ruhe und die gute Luft wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. So steigern Waldbesuche das menschliche Wohlbefinden und fördern die körperliche und mentale Gesundheit.

Aber es gibt auch eine andere Seite, die es zu beachten gilt. Unser Wald ist nicht nur Lebensraum und Erholungsort sondern auch Rohstofflieferant. Weltweit verschwindet erschreckend schnell die grüne Lunge unserer Erde. Aber wie steht es um unseren Wald in Baden-Württemberg? Ungefähr 40 Prozent Baden-Württembergs sind bewaldet. Der größte Anteil befindet sich vor allem im Besitz von Städten und Gemeinden, circa 36% sind in privater Hand und rund 24% gehören dem Land Baden-Württemberg. Unsere heutige Gesellschaft, stellt an diesen Wald hohe Ansprüche. Er soll Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, für ein ausgeglichenes Klima, saubere Luft und frisches Wasser sorgen, den Boden schützen, er soll Holz liefern und als Erholungsort dienen. Die Waldbesitzer erwarten zudem, dass sie ihren Wald wirtschaftlich nutzen können, um mit den Erträgen wiederrum die notwendige Waldpflege finanzieren zu können. Somit ist die Forstwirtschaft nach der Landwirtschaft die flächenmäßig bedeutendste Landnutzungsform. Die Baumartenzusammensetzung der Wälder in Baden-Württemberg charakterisiert den Wald als Lebensraum. Kiefer, Fichte, Buche, Tanne und Eiche nehmen etwa drei Viertel der Waldfläche ein und prägen hauptsächlich das Waldbild. Das Klima bestimmt den Wildtyp – in unseren Breiten sind es überwiegend sommergrüne Laubmischwälder und er beeinflusst das Klima. Er wirkt kühlend auf seine Umgebung und er spielt eine große und wichtige Rolle im Wasserhaushalt der Landschaft. Sowohl lokal als global steht der Wald somit in enger Wechselwirkung mit dem Klima. Lokal hat der Wald eine ausgleichende Wirkung auf das Kleinklima, deshalb sind insbesondere an heißen Tagen die Wälder beliebte Aufenthaltsorte. Wälder haben somit eine große Bedeutung für die biologische Vielfalt, dass Klima, das Wasser und den Boden. Und sie sind sehr wertvoll für uns Menschen.

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Andere nicht zu unterschätzende Probleme sind; die Schädigung durch den Borkenkäfer, Pilzbefall, die Umwelt und die in den letzten Jahren anhaltende Trockenheit durch den Klimawandel ,die dem Wald Schaden zufügen. Und diese Dinge sind sehr bedenklich, die Wälder reagieren sehr sensibel auf den Klimawandel. Zahlreiche heimische Waldökosysteme drohen auszusterben. Eine Studie belegt, dass es in Deutschland kaum noch naturnahe Waldflächen gibt. Maßnahmen zum Schutz sind dringend notwendig sonst sind unsere wertvollen Wälder für Generationen verloren. Der Wald braucht dringend unsere Hilfe. Und hier müssen Bund, die Länder und auch die Forstwirtschaft alle an einem Strang ziehen um den Wald zu retten.

Es ist eine Herausforderung, den Wald zum Nutzen aller zu erhalten, wertzuschätzen und für eine nachhaltige Waldwirtschaft zu sorgen. Es muss unsere aller Interesse sein den Wald als vielfältigen Lebensraum zu erhalten.

*Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen

Text: Daniela Hiebel
Bilder: Pixabay