Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Technischen Betriebe Waldkirch sind auf den Winter vorbereitet.

Insgesamt neun Fahrzeuge stehen für den Winterdienst zur Verfügung. Wenn es dann soweit ist, stehen die vier Winterdiensteinsatzleiter im wöchentlichen Wechsel noch vor vier Uhr morgens auf, um die Lage einzuschätzen.

Die Arbeit der 16 Männer und Frauen des Bereitschaftsdienstes beginnt dann im Anschluss; später kommen weitere Mitarbeitende der TBW hinzu, dann sind alle Fahrzeuge im Einsatz.Die jeweiligen Einsätze richten sich nach verschiedenen Dringlichkeitsstufen, wobei an erster Stelle viel befahrene Straßen und Steillagen wie beispielsweise zum Krankenhaus stehen.

Bild 1 002Torsten Burger, Klaus Schätzle, Giacomo Bitto und der Leiter der TBW Sascha Henrich

Ganz zuletzt werden wenig befahrene, verkehrsberuhigte Bereiche bedient.
„Geräumt werden kann nur, wenn der Schneepflug auch durchkommt“, betont Torsten Burger, Einsatzleiter im Winterdienst. Der Schneepflug hat eine Breite von über drei Metern. Durch ungünstig auf dem Gehweg oder auf der Straße geparkten Autos ist ein Durchkommen manchmal unmöglich. „Auch, wenn wir das sehr gerne möchten, können wir dann auch Straßen erster Priorität nicht räumen“, sagt Burger und bittet um Verständnis bei den Bürgern und Bürgerinnen. Um im Notfall nachweisen zu können, dass die Durchfahrt blockiert war, wird dies mit einem Foto und Text dokumentiert. Wer nicht gerade sehr früh aufsteht, sollte deshalb im Winter bereits am Abend daran denken, das Auto schneepflugfreundlich zu parken.

Bild 2 002So eng kann es werden, wenn der drei Meter breite Pflug im Winter zum Einsatz kommt.

Eine Räum- und Streupflicht besteht für die Technischen Betriebe zwischen 7 und 22 Uhr, für die Bürgerinnen und Bürger gilt die gleiche Anfangszeit, sie endet aber bereits um 20 Uhr.  An Sonn- und Feiertagen beginnt sie um 9 Uhr. Der Hauseigentümer, gegebenenfalls der Mieter, ist dazu verpflichtet, die Gehwege und Zugänge zum eigenen Grundstück in diesem Zeitraum verkehrssicher zu machen. Das bedeutet, dass auch in einer Spielstraße, in der es keinen Gehweg gibt, entlang des Grundstücks auf einer Breite von einem Meter geräumt werden muss. Macht er das nicht und es geschieht ein Unfall, ist er in der Haftung.
Ein Tipp: Den Schnee nicht komplett auf die Straße schippen, sondern entlang der Kante zwischen Gehweg und Straße anhäufen. Das hat den Vorteil, dass der Schneepflug nicht automatisch wieder alles zurück auf den Gehweg wirft.

Die normale Rufbereitschaft der TBW bleibt im Winter bestehen, sodass bei einem umgekippten Verkehrsschild oder falls Sicherungsmaßnahmen notwendig sind, immer die Möglichkeit besteht, die richtige Unterstützung zu bekommen.