Die Meerwein-Grundschule in Emmendingen war eine von vier landesweit ausgewählten Modellschulen für das Projekt „Schulweghelden - Auf die Füße, fertig, los!“. Die gesamte Woche vom 7. bis zum 11. Oktober widmete die Schule deshalb dem „Zu-Fuß-Gehen“.

Gemeinsam mit der Stadt Emmendingen erarbeitete die Schule effektive Maßnahmen, um die Schulkinder auf die eigenen Füße und raus aus dem Elterntaxi zu bringen.

Um die Kinder zum Mitmachen zu animieren, durfte jeder Schüler, der zu Fuß gekommen war, einen Ball in die Klassenröhre schmeißen. Das Ergebnis: Von den ca. 200 Schüler_innen kamen 911 an den fünf Tagen der Aktionswoche zu Fuß, also ca. 90 Prozent.

IMG 8602 002Start der Aktionswoche am 7. Oktober, die Kinder, die zu Fuß kommen werfen Bälle ein

Und das Beste: Oberbürgermeister Stefan Schlatterer spendierte für jeden Schüler der zu Fuß kam, einen Euro aus dem städtischen Haushalt!  Somit konnten am 17. Oktober 911 Euro von dem Leiter der Straßenverkehrsbehörde Michael Heinzel an den Rektor Dany Peter Dehne übergeben werden – das Geld kam zusammen mit einem Superhelden mit Schullogo. Michael Heinzel betonte noch einmal die Wichtigkeit der Aktion und des „Zufußgehens“: Gut für die Gesundheit, den Klimaschutz und die Sicherheit im Straßenverkehr.

IMG 1661 002Abschlussveranstaltung mit allen Schüler/innen am 17. Oktober, Michael Heinzel, Leiter der Straßenverkehrsbehörde, überreicht 911 Euro an Rektor Dany Peter Dehne

Ein weiterer Teil der Aktionswoche war die Begehung mit Stadt, Schule, Eltern, Polizei und Planerin um Gefahrenpunkte auszumachen. Viele Anregungen wurden dabei aufgenommen und konnten teilweise schon umgesetzt werden. Doppelt freuen konnten sich zwei Schüler aus der 2a und 4a. Die Familien der beiden Jungs lagen beim Gewinnspiel richtig und schätzen die eingeworfenen Aktionsbälle auf 910. Beide Familien erhielten von der Stadt eine Jahres-Familienkarte für das Freibad über der Elz. Noch bis Jahresende erhalten die Grundschüler der Meerweinschule, die zu Fuß kommen, als kleine Belohnung einen Sticker in ihr Heft.

IMG 1332 002Schulwegebegehung mit Oberbürgermeister (links), Fachbereichsleiter Uwe Ehrhardt Polizei, Schülern, Eltern und Rektor (rechts)

Emmendingen ist Mitglied im AGFK-BW e. V.
Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von zurzeit 75 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln – für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die nachhaltige Mobilitätserziehung von Kindern und Jugendlichen. Mit dem Modellprojekt Schulweghelden möchte die AGFK-BW das Phänomen Elterntaxis zum Thema machen und Kinder dazu ermutigen, zu Fuß zur Schule zu gehen. Mehr Informationen zum Projekt: https://www.agfk-bw.de/projekte/pilotprojekt-schulweghelden/

Das Programm zur Förderung der aktiven Kindermobilität wird von der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) angeboten und vom Verkehrsministerium des Landes gefördert.

Quelle/Bilder: Stadt Emmendingen