1998 erschien der erste Schwarzwaldkrimi von Roland Weis. Mit dem neuen Buch Hochmoorleichen feiert der originale Schwarzwaldkrimi 20-jähriges Jubiläum. (Lesen Sie dazu auch „Baden bewegt“ mit Dr. Roland Weis)

Eine Buchvorstellung hierzu findet am Samstag, 17.11., 20:00 Uhr, Skimuseum, Erlenbrucker Str. 35, Hinterzarten

Oh wie zügig habe ich doch dieses Buch „Hochmoorleichen“ von Roland Weis verschlungen.

29da79a408Der so besondere Lokalreporter Alfred hat wieder einmal mehr in seinen Bann gezogen. Was ihm so alles einfällt und wie er sich teilweise aus unmöglichen Situationen wieder herausmanövriert ist mit einer Situationskomik behaftet, die Lesespaß pur mit sich bringt. Die Wortwahl, die Weis dabei trifft ist bestens ausgeklüngelt, man fühlt und leidet unvermittelt mit Alfred mit. Und Alfreds Geldnöte und seine Klammheit im Geldbeutel, die löst er selbst immer wieder auf wundersame Art und Weise – einfach nur herrlich. Dieser Regionalkrimi aus dem Hochschwarzwald birgt wieder einmal mehr viele Persönlichkeiten, die es tatsächlich gibt und das Hochmoor in Hinterzarten ist hinlänglich bekannt. Die Mischung macht es bei Roland Weis aus, der bewusst zwischen Fiktion und Tatsachen, zwischen historischen Begebenheiten und erfundenen Details hin- und herspringt. Wer es blutrünstig mag, dem ist das Buch nicht unbedingt zu empfehlen, aber all denen, die ein paar vergnügliche Krimi-Lesestunden verbringen wollen und dabei stellenweise auch schmunzeln oder schallend lachen wollen, die mitleiden und mitfiebern mit dem Hauptakteur, die sollten das Buch unbedingt lesen.

Zum Buch:

Der Hinterzartener Revierförster Eugen Winterhalder traut seinen Augen nicht: Beim morgendlichen Gang durch das Hochmoor entdeckt er drei männliche Leichen, die zum Teil verstümmelt sind. Die Polizei kann nur einen Toten identifizieren. Es ist der Insektenforscher Günther Hesslin, der im Hochmoor die Nachtfalter kartierte.

Als der stets abgebrannte und in Affären verwickelte Lokalreporter Alfred von den Moorleichen erfährt, erwacht sein kriminologischer Spürsinn. Seine Recherchen bietet er als Exklusivstorys der Badischen Zeitung an. Damit will er die angebetete Redakteurin Anna für sich gewinnen.

Bei seinen Ermittlungen stößt Alfred auf ein Infanteriegewehr aus dem 18. Jahrhundert. Eine weitere Spur führt ihn zum französischen Heer von General Moreau, der 1796 mit seiner Armee das Höllental durchquerte. Aber wie hängen diese historischen Fakten mit den Toten zusammen? Warum hatte der Kollege des Insektenforschers ausgerechnet in der Mordnacht einen Verkehrsunfall? Was hat es mit dem Werwolf auf sich, der angeblich im Hochmoor umgeht? Ist vielleicht ein Paketfahrer der alles entscheidende Schlüssel zur Aufklärung des Falles? Als Alfred in diese Richtung ermittelt, muss er selbst um sein Leben bangen …
 
Der Krimi ist Anfang November 2018 im Rombach Verlag erschienen.
Preis: (D) 12,- €
Details: 300 S., Pb., 13,5 x 21 cm
ISBN 978-3-7930-5177-0
Erscheinungsjahr: 2018