Region im Blick im Interview mit Artcore - Künstler Jörg Heitz

Kunst; das schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken, für das man eine Begabung und ein bestimmtes Können braucht, das ist die amtliche Definition oder wie Pablo Picasso schon sagte: "Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich behalten“.

Der aus Lörrach stammende Künstler Jörg Heitz lebt von einem Realismus, der auf kein Detail verzichtet In seinem Leben drehte es sich immer schon um Form und Farbe. Sein Malstil ähnelt manchen Popart Gemälden und ist doch einzigartig. Mittlerweile hat ein breites Spektrum von Musikerportraits, wie zum Beispiel: Kiss, Robert  Plant, Kurt Kobain, Thrash Metal Legende Schmier von Destruction, sogar dem Dalai-Lama ,Angus Young ,Lemmy, um nur einige wenige zu nennen, ihren Platz bei Jörg Heitz auf Leinwand gefunden.

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Einige Arbeiten konnte er persönlich übergeben und diese hängen, wie bei Gene Simmons, in deren Wohnzimmer. Eines seiner neuesten Projekte gilt der Liebe zum SC Freiburg, herausgekommen sind hierbei wunderbare Portraits der Spieler. Jörg Heitz begann mit einem Grafik Design Studium am BKGD Lahr zum staatlich geprüften Grafik Designer. Seit 2013 ist er Meisterschüler der bildenden Künste unter Prof. Thomas Stöckl. 2015 wurde er Mitglied in der Abstract Art Academy / Teacher-Card International Professor. Seine Werke stellte der talentierte Künstler schon in Deutschland, der Schweiz und Frankreich aus. Eine seiner Leidenschaften ist die Musik und hiervon lässt er sich gerne inspirieren. Aus der Kunstszene bekommt er sehr viele positive Resonanzen. Die Musiker finden seinen Stil extravagant und abgefahren.

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Aber wie passen Metal – Musik und Malerei zusammen?
Ganz einfach - Heitz ist Metal! Er orientiert sich an der sichtbaren Wirklichkeit, Nuancen in der Farbwahl verleihen den Bildern eine besondere Atmosphäre. Sein Malstil passt genial zur Metalmusik, seine Bilder haben eine Seele. Eine Studie von Psychologen an der Universität von Queensland zeigt: Wer Heavy Metal hört, ist netter, ruhiger und friedlicher. Also, Heavy Metal macht Menschen glücklich. Ein naheliegender und wenig überraschender Befund. Am Ende kommt man um den Vergleich zwischen Maler und Musik nicht herum. Assoziiert werden mit der Metalmusik Vokabeln wie "laut, schnell, hart, wild" und "ungestüm". Das alles sind Begriffe, die man zunächst nicht mit bildender Kunst in Verbindung bringen würde. Doch nicht so bei Jörg Heitz, seine Arbeiten sind voll Intensität und Energie. Sie spiegeln genau diese Begriffe der Metal – Musik  erfasst die Magie der Realität und setzt diese in seinen Bildern um. Inspirationsquellen ,prägende Ereignisse oder irgendein Denken und „Erleben fügen sich bei ihm zu einem Gesamtbild bei seinen Werken. Zusammen. Sozusagen – Metal als Soundtrack der Malerei.

Jörg Heitz – ein Künstler dessen Werke einzigartig sind und dessen Kunst sich von gängigen Trends abhebt und nicht dem Mainstream folgt. Region im Blick stellte dem Künstler einige Fragen.

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Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Jörg Heitz: Mein künstlerisches Schaffen, welches ich Artcore nenne (eine Ableitung des Musikstils „Hardcore“), entstand als ich begann Musiker zu malen. Mich faszinierte schon immer der üppige Umgang mit Farbe auf Leinwand, wie es Actionpainter Jackson Pollock praktizierte, der expressiv, verstörende Stil Francis Bacons oder auch das Plakative in der Pop Art und Streetart hat mich als klassisch ausgebildeten Grafikdesigner beeindruckt! So habe ich Musik und Kunst verbunden und somit entstand ein neuer Postpop Stil mit expressionistischen Zügen...   - A R T C O R E -

Wann begann das Interesse für die Bildende Kunst? Oder wann haben Sie sich das erste Mal mit dem Thema Malerei auseinandergesetzt?

Jörg Heitz:  Die Malerei war schon immer für mich allgegenwärtig. Schon als Kind konnte ich mich stundenlang mit malen befassen. Egal ob mit Blei- Farbstift, Pinsel oder Filzer… es war eine Form mich auszudrücken. 2014 habe ich mich dann mit der traditionellen Weise der Malerei, also mit Acrylfarbe auf Leinwand beschäftigt!

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Wie sind Sie zur Bildenden Kunst gekommen? Gab es ein Schlüsselerlebnis oder war der Künstlerberuf schon immer dein innigster Wunsch?

Jörg Heitz: Wie gesagt, ich habe mich als Kind schon für´s malen, Bildhauern, etwas gestalten interessiert! Viel später habe ich dann ein dreijähriges Berufskolleg für Grafikdesign  in Lahr besucht. Welches mir natürlich zusätzlich die Professionalität in Gestaltung, Farbenlehre, Anordnung der Dinge auf Leinwand etc., gebracht hat.

Welches war der Urimpuls, überhaupt einen Pinsel in die Hand zu nehmen?

Jörg Heitz: Ich hatte es satt nur mit dem PC zu arbeiten!

Gab es Personen, andere Künstler vielleicht, die den entscheidenden Input gaben?

Jörg Heitz: Inspiriert haben mich klar zeitgenössische Künstler wie Francis Bacon, Jackson Pollock oder Georg Baselitz, die Street Art, Grafitty gefällt mir extrem, allerdings kann ich nicht mit einer Spraydose umgehen :-)

Wie oft zeichnen Sie? Ist es eher Arbeit oder Spaß?

Jörg Heitz: Wenn ich neue Projekte anfange zeichne ich teils Skizzen. Vieles entsteht während eines Projektes… bei manchen Arbeiten kenne ich das Ende erstmal nicht… diese ergeben sich beim Arbeitsprozess… Es ist für mich schon eher Arbeit (Die ich gerne mache!) Wenn ich mir in den Kopf setze, male jetzt den SC Freiburg Spielerkader, dann ist es Arbeit und es ist auch natürlich mühsam 11 Motive zu malen… ich male nun seit 2014 auf Leinwand und bekomme positives Feedback. So wurde ich auch Mitglied der Abstract Art Academy, gegründet 1970 in London, die von der UNESCO gefördert ist. Das Gründungsmitglied und Ehrenpräsident Prof. Thomas Stöckl (Sitz in Freiburg) hat mich stets in einer Mentoren Rolle gefördert. Auch der Freiburger Dosenkünstler Heinz Soucek hat da eine besondere Rolle mich und meine Kunst publik zu machen. Vieles läuft über Connections, die man im Laufe der Zeit geknüpft hat. Ich mache das natürlich auch für mich… gute Arbeit, die mich erfreut und ausfüllt. Es ist doch das Wichtigste, dass man an dem was man tut Spaß hat.

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Welchen Anspruch haben Sie an sich selbst?

Jörg Heitz: Einen hohen! Ich gebe kein Bild raus, wenn es mir persönlich nicht gefällt!

Welcher Maler überzeugt Sie mit seinen Werken inhaltlich am meisten? Bewegt, überzeugt und/oder irritiert Sie? Gibt es Vorbilder?

Jörg Heitz: Wie oben schon erläutert, beispielsweise Georg Baselitz´s Werke finde ich beeindruckend. Aber Vorbilder… mh, eher nicht… ich bin ein Unikat ;-) ...man wird wahrscheinlich im Unterbewusstsein beeinflusst, aber jeder soll sein Ding machen…

Warum liegen Porträts im Schwerpunkt Ihrer künstlerischen Arbeit? Nach welchen Kriterien suchen Sie aus? Spielt der Musikstil hierbei eine Rolle?

Jörg Heitz: Wenn ich Musik höre, die mir auffällt, die sich ggf. von der breiten Masse abhebt, mit neuem eigenen Stil, die einfach (für mich) besonders ist, die mich berührt, dann habe ich meist einen Vorwand dies auf Leinwand zu bringen.

Wohin könnte Ihr weiterer künstlerischer Weg und auch die weitere künstlerische Profilierung führen? Welches Ziel liegt im Focus im Hinblick auf die Zukunft?

Jörg Heitz: Nun ja, in den fünf Jahren als „Maler“ habe ich nur positives Feedback von allen Seiten bekommen! Durch meine Kunst habe ich Musiker und Band wie Feine Sahne Fischfilet, New Model Army, Sodom, Destruction usw. kennengelernt! Im Wohnzimmer von Gene Simmons (Kiss) hängt eines meiner Portraits, der Dalai-Lama hat mir ein Bild unterschrieben, ein weiteres hat er. Das gibt mir natürlich auch eine gewisse Anerkennung, dass meine Arbeit einen professionellen Status hergibt… ich sage es mal so… es gibt Kunst und es gibt Kitsch! Ich sehe mich und meine Kunst nicht auf einem Kunsthandwerksmarkt. Wer meine Bilder kaufen möchte, kann auf meiner Webseite www.derheitzer.de mit mir in Kontakt treten. Da bekommt man ein individuelles Angebot von mir.

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Gibt es noch Themen, deren Umsetzung Sie besonders reizt, vorausgesetzt, die Zeit erlaubt es Ihnen diese Themen künstlerisch auch umzusetzen?

Jörg Heitz: Ich bin ein kreativer Mensch und habe auch schon einen „Totempfahl“ für meinen Garten geschnitzt. Mein letztes Projekt „die Kreaturen der Finsternis“ ein Maskenprojekt, welches ich mit Statisten im nächsten Jahr bei einem Fasnachtsumzug vorstellen werde. Also keine neue Clique, sondern voraussichtlich eine einmalige Sache!

Welches war Ihr kuriosestes Erlebnis in Bezug auf Ihre Bilder?

Jörg Heitz: Udo Lindenberg und Tom Araya, der Sänger der Band Slayer bekamen jeweils ein Bild als Hommage von mir, leider über Drittpersonen, (ich weiß sicher das die Bilder angekommen sind) doch bedankt hat sich niemand der beiden!

Welches sind Ihre nächsten künstlerischen Ziele? Wann und wo sind neue Ausstellungen geplant?

Jörg Heitz: Durch den Lockdown wurde alles gebremst, abgesagt oder auf 2021 verschoben… man wird sehen was die Zukunft bringt!

https://www.derheitzer.de/

https://www.instagram.com/joerg_heitz_art/?hl=de

Text: Daniela Hiebel

Bilder: Jörg Heitz