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Markgräfler Rollertouren - Bewegung – Weinerlebnistouren und viel Genuss

Tretroller - viele Erwachsene kennen sie noch aus Kindertagen, aber der Tretroller ist längst kein Kinderspielzeug mehr.

Auf den Straßen und Wegen sieht man sie immer mehr und die modernen Scooter haben vielfältige Einsatzbereiche. Tretroller sind eine tolle Alternative zu Fahrrad und Joggen, auch die Bereiche Spaß, Sport, Mobilität, Reha -und Gesundheit werden beim Tretrollerfahren geschickt miteinander kombiniert. Bei der Auswahl des Roller sollte der Anwendungszweck daher eine entscheidende Rolle spielen.

VorDemLadenIm Markgräflerland bieten Monika Traub und Thomas Zimber seit 2017 Rollertouren durch ihre schöne Heimat an.

Ob im Alltag auf dem Weg zur Arbeit, fürs Gelände, den Rennsport oder einfach nur aus Fun, für jeden gibt es den passenden Roller. Auch Hundehalter haben den Tretroller schon längst für sich entdeckt. Die sogenannten Dogscooter unterscheiden sich kaum von einem normalen geländegängigen Tretroller. Tretroller für Erwachsene gehören längst zum Stadt – und Straßenbild. Im Markgräflerland bieten Monika Traub und Thomas Zimber seit 2017 Rollertouren durch ihre schöne Heimat an. Ein Ausflug mit Markgräfler Rollertouren in Hügelheim garantiert Spaß in jeder Altersklasse. Gestartet hatte das Paar vor circa vier Jahren mit acht Rollern, mittlerweile können sie Rollertouren durch die Weinberge mit bis zu sechzig Personen gleichzeitig anbieten.

Im Tretrollerzentrum Südbaden werden aber nicht nur Touren und Bewegung an der frischen Luft geboten, Monika Traub und Thomas Zimber sorgen dafür, dass ihre Ausflüge zum unvergesslichen Erlebnis werden. So können die Touren auch mit einem genussvollen Essen, einem Gin-Tasting oder einer Weinprobe abgerundet werden. Wer möchte erfährt dann noch viel interessantes rund um das Thema heimischen Weinanbau vom Chef persönlich. Denn in der Zwischenzeit hat Thomas Zimber seine Ausbildung zum Weinerlebnisführer Baden-Württemberg an der Staatlichen Lehr -und Versuchsanstalt für Wein -und Obstbau in Weinsberg absolviert. Man sieht schon wer sich bei den beiden für ein Rundum sorglos Paket entscheidet ist hier bestens aufgehoben.

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Wir von Region im Blick haben uns mit Thomas Zimber vom Tretrollerzentrum Südbaden über ihre Touren, das Besondere am Roller fahren und den Gesundheits-Aspekt unterhalten.

Wie sind sie auf die Idee mit den Tretroller Touren gekommen?

Thomas Zimber: „Angefangen hat es mit dem Dog Scootering. Dabei werden die Hunde vor den Tretroller gespannt, ähnlich wie beim Schlittenhunderennen. Diesen Sport kann man aber nur in der kalten Jahreszeit ausüben, da es im Sommer für die Hunde zu anstrengend ist. So sind wir im Sommer mit unseren Tretrollern durch die Weinberge gefahren und haben uns überlegt, dass es sicher anderen Menschen genauso viel Spaß machen würde wie uns. So haben wir uns noch sechs weitere Tretroller gekauft und die ersten Touren angeboten.“

Wie hat das Umfeld auf euch reagiert, als ihr mit den Rollern angefangen habt! War da mehr Neugierde oder nur ein Belächeln?

Thomas Zimber: „Es war beides und das hat sich bis heute auch nicht geändert. Wir fallen noch immer auf, wenn wir irgendwo mit unseren Tretrollern unterwegs sind. Wir haben aber das Gefühl, das es immer mehr zur Neugierde wird und es einfacher wird, die Menschen zu einer Probefahrt zu ermuntern. Die meisten sind nach einer Probefahrt begeistert, wie leicht man sich mit einem Tretroller fortbewegen kann. Zu der Leichtigkeit kommen dann noch Kindheitserinnerungen, die das Tretroller fahren zu einem tollen Erlebnis werden lassen. Wir stellen fest, dass immer mehr Menschen zu uns kommen, die zwar Fahrrad fahren, aber nicht wirklich Spaß daran haben und jetzt den Tretroller entdecken.“

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Wie kann man sich eine solche Tour vorstellen und wo und wann bieten sie diese an?
„Die meisten unserer Touren planen wir ganz individuell für unsere Kunden. Dabei ist alles möglich, von der gemütlichen Tretroller Wanderung mit acht bis zehn Kilometern bis hin zur sportlichen Variante mit zwanzig bis fünfundzwanzig Kilometern. Wir haben einige vorbereitete Touren rund um unseren Firmensitz in Hügelheim, wo wir dann am Ende die Weinprobe oder das Gin-Tasting auch auf unserem Gelände durchführen. Grundsätzlich sind wir aber nicht auf einen bestimmten Start- oder Endpunkt festgelegt. Wir können unsere Tretroller an jeden beliebigen Ort transportieren und von dort aus mit der Tour starten. Wir planen unsere Strecken dann individuell. Es gibt auch Kunden, die sich bei uns nur die Tretroller ausleihen und sich einen Tour Vorschlag von uns machen lassen oder es komplett auf eigene Faust unternehmen. Feste Tour Termine haben wir zurzeit auf Grund der Pandemie Situation nicht. Das werden wir aber auch wieder anbieten. Die Infos dazu gibt es dann auf unserer Homepage.“

Was ist das Besondere am Tretroller fahren?

Thomas Zimber: „Auf dem Tretroller aktiviert man nicht nur Beine und Arme, sondern auch Bauch- und Rückenmuskeln. Es bringt den ganzen Körper in Bewegung. Ich sage immer Tretroller fahren ist DAS Bauch-, Beine-, Po- Training mit dem größten Spaß Faktor. Roller fahren dehnt und entspannt die Rückenmuskulatur und das bei minimaler Gelenkbelastung. Es hilft somit bei Rücken und Gelenkschmerzen. Mit dem Tretroller verbrennt man bis zu 30% mehr Energie als auf dem Fahrrad. Er ist also auch ein idealer Partner um sein Gewicht zu reduzieren. Allerdings ist man ein kleines bisschen langsamer unterwegs. Ein geübter Fahrer schafft etwa 2/3 der Geschwindigkeit, die er auf dem Fahrrad erreicht. Die besten Fahrer erreichen auf der Ebene eine Geschwindigkeit von bis zu 35km/h, was auch schon ziemlich beeindruckend ist. Der Tretroller ist kleiner, leichter und wendiger als ein Fahrrad, wodurch er gerade in einer Stadt ein ideales Verkehrsmittel ist. Auch in der Anschaffung und Wartung ist er anspruchslos. In der Anschaffung kostet er etwa ein Drittel eines gleichwertigen Fahrrads und es gibt nur wenige Teile, die an ihm kaputt gehen können, so dass meist ein gelegentliches Aufpumpen der Reifen als Wartung genügt.“

Wenn ich mir das so vorstelle, ist Tretroller fahren doch eine ziemlich einseitige Belastung!

Thomas Zimber: „Dieses Argument hören wir sehr oft, aber das stimmt nicht. Es wäre nur sehr schwer möglich immer mit dem gleichen Bein auf dem Roller zu stehen und mit dem anderen zu treten. Auf der Ebene wechselt man nach ca. jedem zehnten Tritt das Standbein. Dazu gibt es Techniken, die wir unseren Kunden auch vor jeder Tour zeigen. Es fühlt sich am Anfang etwas komisch an mit dem ‘falschen’ Bein zu treten. Das legt sich aber ziemlich schnell. Der Tretroller hilft dadurch sogar Menschen mit Koordinations- und Gleichgewichtsproblemen diese sanft zu trainieren. Durch die Nähe der Füße zum Boden haben diese Menschen meist weniger Angst es zu probieren als beim Fahrradfahren.“

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Wo kann man sich ausführlich über Tretroller informieren und sie auch einmal selbst ausprobieren?

Thomas Zimber: „Wir betreiben auch einen kleinen Tretroller Laden in Müllheim-Hügelheim. Wir haben ca. 30-40 verschiedene Tretroller bei uns stehen, die man gerne anschauen und selbstverständlich auch Probe fahren darf.“

Tretrollerfahren - Trendsport oder Nische?

Thomas Zimber: "Im Moment ist es auf jeden Fall ein Nischensport. Ich denke, dass der Tretroller das Zeug dazu hat Trendsport zu werden. Ich denke da weniger an den Leistungssportbereich, sondern vor allem an den Breitensport. Der große Vorteil des Tretrollers ist, dass ich diesen Sport meist auch dann noch ausüben kann, wenn ich wegen körperlichen Zipperleins nicht mehr Joggen oder Fahrrad fahren kann. Ganz oft hilft er mir sogar dabei wieder gesünder zu werden. Die meisten bleiben aber letztendlich am Tretroller hängen. Tretroller fahren hat Suchpotential. Irgendwann möchte man gar nicht mehr zu Fuß gehen".

Wie wählt man den richtigen Roller?

Thomas Zimber: "Man sollte auf jeden Fall einen Tretroller ausprobieren, bevor man ihn kauft. Es gibt viele verschiedene Modelle, die auf den ersten Blick alle gleich aussehen. Beim Probe fahren stellt man dann aber sehr schnell fest, dass es doch Unterschiede zwischen den Rollern gibt, und man sich auf dem einen wohler fühlt als auf dem anderen. Leider gibt es noch nicht sehr viele Tretroller Händler mit einer entsprechenden Auswahl. Aber es gibt z.B. auch eine Tretroller Community auf Facebook. Dort findet man sicher einige Tretroller Fahrer in seiner Nähe, bei denen ich den ein oder anderen Tretroller mal ausprobieren darf. Tretroller Fahrer freuen sich immer, wenn sie andere mit ihrer Begeisterung anstecken können. Außerdem muss ich mir natürlich auch genau überlegen, wo ich mit dem Tretroller unterwegs sein möchte. Ähnlich wie beim Fahrrad gibt es alle Variationen vom Rennroller mit der ganz schmalen Rennradbereifung, über Tourenroller und Geländeroller bis zum Tretroller mit Fat-Reifen".

Was muss ich im Straßenverkehr beachten? Fahrradhelm oder nicht? Und wie sieht es mit dem Transport vom Einkauf oder Gepäck aus?

Thomas Zimber: „Wir empfehlen auf jeden Fall einen Fahrradhelm zu tragen. Es gibt keine Vorschrift, dass man einen Helm tragen muss, aber es ist auf jeden Fall besser, wenn der Kopf geschützt ist, falls man doch einmal stürzt. In der StVZO wird der Tretroller, auch die für die Erwachsenen, als Spielzeug gewertet. Mit allen Vor- und Nachteilen. Dies bedeute eigentlich, dass man mit dem Tretroller auf dem Gehweg fahren muss. Allerdings ist das bei den Geschwindigkeiten nicht sinnvoll. Wo immer es Radwege gibt, sollte man diese benutzen. Ansonsten benutze ich auch die Straße. Leider sind diese Tretroller in Deutschland noch so ein bisschen rechtliche Grauzone. In Österreich z.B. ist es so festgelegt, dass ein Tretroller ab einer Reifengröße von 16“ wie ein Fahrrad behandelt wird. Für den Transport von Gepäck gibt es viele Möglichkeiten. Lenkertaschen, spezielle Taschen die am Rahmen befestigt werden oder auch ein Gepäckträger am Vorderrad. Sehr selten wird das Gepäck auf oder am Hinterrad transportiert, da es sonst bei der Trittbewegung im Weg ist“.

Sind Bergfahrten und Offroad-Fahrten mit meinem Tretroller möglich?

Thomas Zimber:  „Bergfahrten sind auf jeden Fall möglich. Es gibt Techniken, mit denen ich jede Steigung meistern kann. Allerdings ist es für einen Tretroller Fahrer auch nicht schlimm, wenn er mal absteigt und seinen Roller ein Stückchen schiebt. Ein Tretroller schiebt sich sehr, sehr leicht und vor allem gibt es keine Pedale, die ich mir von hinten in die Waden hauen .Für Offroad Fahrten gibt es spezielle Tretroller, die eine ähnliche Ausstattung wie Mountain Bikes haben. Diese habe außerdem eine höhere Bodenfreiheit zwischen Trittbrett und Boden. Das macht das Treten etwas anstrengender, aber es ist nötig, da ich sonst sehr schnell auf Wurzeln oder Steinen aufsetzen“.

Sie erzählten, die Besten fahren bis zu 35km/h auf der Ebenen. Gibt es auch Rennen?

Thomas Zimber:  „Ja, es gibt Deutsche Meisterschaften, Europa Meisterschaften und auch Weltmeisterschaften. In manchen Ländern gibt es ganze Rennserien und es gibt auch eine europäische Rennserie. Ein sogenannter Eurocup wird im nächsten Jahr im Ruhrgebiet stattfinden. Von deutscher Seite aus werde solche Rennen vom Deutschen Tretroller Verband begleitet und mit organisiert. Diesen Verband unterstützen wir auch ehrenamtlich.“

Welchen Rat können Sie den Händlern und Herstellern geben um den Roller noch mehr aus der Nische zu führen?

Thomas Zimber: „Viel Tretroller fahren, sich mit dem Tretroller zeigen. Es funktioniert nur, wenn die Menschen die Tretroller sehen und vor allem auch ausprobieren können. Dazu sind am besten Gewerbeschauen, Straßenfeste und Messen geeignet, was ja leider alles im Moment nicht stattfindet. Gut angenommen wurde auch unser Fitness Training Angebot in der Volkshochschule. Ich denke alles, was den Menschen die Möglichkeit gibt einen Tretroller ausgiebig ausprobieren zu können, hilft den Tretroller Sport bekannter zu machen.“

TretrollerTouren 400x400 1 150x150Markgräfler Rollertouren
Höllbergstrasse 17
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Tel. +49 7631 93 17 544
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