Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen Stärken

Zu Ehren des dänischen Schriftstellers feiern wir am 2. April seit 1967 den Internationalen Kinderbuchtag.

Die Initiative ging von der IBBY * einer gemeinnützigen Organisation aus, die Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt das Interesse an Büchern und Literatur näherbringen wollte. Eine Nationale Sektion von IBBY übernimmt jedes Jahr die Patenschaft über den Internationalen Kinderbuchtag.

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Sie entscheidet über das spezifische Thema und gewinnt eine Autorin oder einen Autor aus ihrem Land dazu, eine Botschaft an die Kinder der Welt zu verfassen und bittet eine Illustratorin oder einen Illustrator, ein Plakat zu gestalten. Sie entscheidet über ein spezifische Thema und gewinnen eine Autorin oder einen Autor aus ihrem Land dazu, eine Botschaft an die Kinder der Welt zu verfassen und bitten eine Illustratorin oder einen Illustrator, ein Plakat zu gestalten. International auch als „International Children's Book Day“bekannt,finden zu diesem Tag vieler Ort beispielsweise Lesungen und Schreibwettbewerbe statt. Kindern und Jugendlichen soll unter anderem, weltweit der Zugang zu literarischen Büchern leichter ermöglicht werden. Aus pädagogischer Sicht ist das Lesen für die emotionale, soziale und kognitive Entwicklung für Kinder enorm wichtig. Kindern, denen viel vorgelesen wurde, fällt es in der Regel leichter Lesen und Schreiben zu lernen. Wer also regelmäßig eine Bücherstunde einschiebt und sich nicht nur Hörspiel und Hörbuch einlegt, gibt seinen Kindern einen wertvollen Baustein für die Zukunft mit auf den Weg. Lesen muss Teil jeder Kindheit und Jugend sein, neben der Fantasie wird der aktive Spracherwerb gefördert.

Kinder, die lesen, haben einfach einen viel größeren Wortschatz. Somit können die Kinder sich besser ausdrücken, erläutern und es fördert die Rechtschreibung sowie die Zeichensetzung. Zwar wollen Kinder immer gerne unterhalten werden. Aber gerade was die elektronischen Medien wie Fernseher oder Computer angeht, unterhalten sie nicht nur, sondern sie pushen die Kinder auch noch zusätzlich auf. Beim Lesen dagegen kann sich Körper und Geist vollständig entspannen und es verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Allerdings ist es bewiesen, dass Kinder, die zu viel Zeit vor dem Fernsehgerät verbringen ,durch die Flut der fremd erzeugten Bilder, ihre Fähigkeit zur eigenen Bilderzeugung verlieren. Die Vorstellungskraft wird gehemmt und die Fantasie dadurch eingeschränkt. Diese beiden Fähigkeiten sind sehr wichtig für die Entwicklung der Kreativität. Denn wer eine gute Vorstellungskraft besitzt, also die Fähigkeit sich etwas in Gedanken auszumalen, kann diese unter anderem auf Textaufgaben, Rechenaufgaben oder Definitionen übertragen und dadurch besser nach kreativen Ansätzen beim Verstehen oder Lösen von Schulaufgaben suchen. Zudem hat eine profilierte Kreativität einen positiven Einfluss auf die Schreibkultur, die Diskussionskultur und die Fähigkeit, zielorientiert Problemlösungen zu suchen.

Kinder und Jugendliche die regelmäßig lesen, haben weniger Probleme, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, was positive Effekte auf das Empathievermögen hat. Gleichzeitig helfen Geschichten und Bilder, sich früh mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzten und sie geben Kindern Raum für all ihre Fragen. Eine Vorlesestudie ergab, dass zwei Drittel der befragten Eltern der Meinung waren, dass Vorlesen über die Geschichten hinaus weitere Gespräche anstößt. Also setzt euch gemütlich mit euren Kinder hin und lest ihnen vor. Es gibt doch nichts schöneres, als etwas zusammen mit den Eltern zu tun. Außerdem fühlen sich die Kinder gleich mehr mit der Geschichte verbunden. So kann gleichzeitig ausgiebig gekuschelt werden. Bedenkt auch immer -wir sind die Vorbilder für unsere Kinder. Umso mehr ihr Zeit am Handy verbringt, umso interessanter finden es die Kinder. Wieso einfach nicht einmal selbst hinsetzen und ein Buch lesen, während euer Kind ruhig spielt? Ihr wärt überrascht, was das für eine Veränderung hervorrufen kann!

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Früher schmökerten Kinder zu Hause mit Taschenlampe unter der Decke, heute leuchten die heimlich ins Kinderzimmer geschmuggelten Smartphones unter der Bettdecke, auf denen zwar auch gelesen wird, nur leider anders und anderes. Gerade in der digitalen Gesellschaft, ist Lesen die Schlüsselkompetenz für eine gesellschaftliche Teilhabe. Es wäre schön, wenn man den Kindern nicht nur die Pflicht zum Lesen, sondern auch die Lust dazu vermitteln könnte. Die Lese-motivation eines Kindes zu fördern ist somit eine der wichtigsten Aufgaben. Leider ist es sodass in der heutigen Zeit der Medienüberflutung und der „Kurz-nachrichten“ über soziale Netzwerke ein gutes Buch oder ein guter Zeitungsartikel immer mehr an Bedeutung verliert. Bewusstes Lesen und das Verstehen inhaltlicher Zusammenhänge rückt dadurch immer mehr in den Hintergrund. Aber gerade eine ausgeprägte Lesekompetenz gehört in der heutigen Welt zum Fitmachen für Alltag, Schule und Beruf einfach dazu um komplexe Zusammenhänge besser zu erfassen und zu hinterfragen.

Hans Christian Andersen sagte schon: "Wer für Erwachsene schreibt, schreibt für die Zeit. Wer für Kinder schreibt, für die Ewigkeit, "und er hatte damit so recht. Bücher bieten nicht nur Kindern die Gelegenheit, sich von den Sorgen des Alltags weit weg zu träumen und spannende Abenteuer zu erleben. Geschichten, die man ein Leben lang nicht mehr vergisst. Sie sind ein wahrer Schatz. Wir sollten darauf achten, unseren Beitrag zu leisten, damit unsere Kinder auch in Zeiten von Internet, PC, Handy und Fernseher Freude am Lesen gewinnen.

*International Board on Books for Young People (IBBY)

Text:Daniela Hiebel