Hier besteht die Vereinbarung mit Sauerland EVENT, das noch eine WM eines weiteren Verbandes hinzukommt.

Der 23 Jahre alte Supermittelgewichtler Vincent Feigenbutz trifft am 26. Januar 2019 in der Ufgauhalle auf den Polen Przemyslaw Opalach.

Sein Gegner Opalach, genannt 'The Spartan', ist seit 2013 ungeschlagen. Seine letzten 15 Kämpfe gewann er allesamt, 11 davon allein durch K.o.

Vor dem großen Kampf hatte „Region im Blick“ die Möglichkeit ein Interview mit Vincent Feigenbutz zu führen.

Region im Blick: Sie bestritten bereits mit 16 Jahren ihren ersten Profikampf erfolgreich gegen Zdenek Siroky. Wie und wann sind Sie auf die Idee gekommen zu boxen?

Vincent Feigenbutz: „Das Boxen hat mich schon immer fasziniert. Regina Halmich ist meine Nachbarin. Sie kam immer im Fernsehen und hat tolle Kämpfe gemacht. War die größte Deutsche Weltmeisterin der WIBF. 
Fußball spiele ich zwar auch für mein Leben gerne, aber ich bin aufgrund der Nähe zum Daxlander BULLDOG GYM KARLSRUHE zum Boxen gekommen. Reginas „Entdecker“ Jürgen Lutz und gleichzeitig Chef des Bulldog Gym KARLSRUHE hat mich dann ebenfalls unter seine Fittiche genommen und war dann auch „mein Entdecker“. Als Rainer Gottwald dann mein Management übernahm, ging die Karriere RICHTIG los“.

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Region im Blick: Ihre Boxkarriere ging seit 2011 stetig bergauf, sie besiegten fast alle Ihre Gegner vorzeitig, was Ihnen auch in den Medien die Titulierung als „K.o.-Prinz“ einbrachte
Was ist für Sie das Besondere an der Sportart Boxen?

Vincent Feigenbutz: „Das Explosive steckt in mir drin. Technisches Feingefühl hatte ich damals noch nicht wie ich es heute habe. Aber meinem damaligen Trainer Hansi Brenner habe ich diese körperliche Fitness zu verdanken“.

Region im Blick: Bis zum 9. Januar 2016 galten Sie als 20-jähriger Profi-Boxer und große Hoffnung im Deutschen Boxsport. Sie hätten mit dem Kampf gegen den Italiener Giovanni De Carolis zum jüngsten deutschen Box-Weltmeister aller Zeiten (bislang Graciano Rocchigiani damals 24) werden können. Sie fanden bei dem Kampf in Offenburg überhaupt nicht in den Kampf und konnten Ihre gefürchtete Schlagstärke nicht ausspielen. War der Druck zu hoch jüngster deutscher Box-Weltmeister aller Zeiten zu werden?

Vincent Feigenbutz: „Es ist mittlerweile bekannt, dass Hansi und ich uns gegenseitig nicht mehr erreicht haben. Dazu kam auch, dass mein Manager Rainer Monate vor dem Kampf im Krankenhaus mit anschließender Reha war. Ich war sehr jung…hätte es aber schaffen können, wenn Teamintern vielleicht. einige Dinge nicht passiert wären.Noch dazu musste ich meine Ausbildung weiterverfolgen und stand kurz vor der Abschlussprüfung, hatte also den Schulstress auch noch dazu. Ich kann aber meinem Ausbildungsbetrieb den Stadtwerken Karlsruhe nicht genug danken, denn hier hat man mir bis heute ermöglicht, meine Lehre und meinen Beruf auszuüben und das mit entsprechender Freistellung“.

Region im Blick: Was haben Sie aus der Niederlage gelernt und was können Ihre Fans bei dem WM-Kampf gegen Opalach erwarten?

Vincent Feigenbutz: „Ich bin nicht mehr der Vince, der ich damals war. Ich habe aus Fehlern gelernt und freue mich jetzt auf den WM-Kampf gegen Opalach. Dazu kommt, dass im zweiten Hauptkampf mein Teamkollege Ahamadali vs Denis Krieger um die WM im Superweltergewicht  boxt und danach ist die Halle sowieso schon „vorgekocht“ für meinen Kampf“.

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Region im Blick: Wie haben Sie sich auf den Kampf vorbereitet?

Vincent Feigenbutz: „Mein Trainer, Bundestrainer Zoltan Lunka hat mich super eingestellt und den Feinschliff gibt es dann wieder in unserem Trainingslager in den slowenischen Alpen“.

Region im Blick: In der Ufgauhalle, hier spricht man ja bereits von „Ihrem Wohnzimmer“ haben Sie in den der letzten Zeit Ihre Gegner Mike Keta und Norbert Nemesapati schlagen können.  Wurde die Halle im „Hexenkessel“ von Rheinstetten, die knapp 2.500 Zuschauer fasst, von Ihrem Management deshalb bewusst ausgewählt?

Vincent Feigenbutz: „2.500 Zuschauer waren bei meinem IBF-Titelkampf gegen Mike Keta in der Ufgauhalle.  Dieses Mal hoffe ich, dass alle Karlsruher Fans dabei sind und sozusagen „meine dritte Faust sind“. Ich werde kämpfen bis zum Letzten und freue mich ein Vorbild für den Boxsport in Deutschland, sowie international sein zu können. Ich wünsche allen Fans alles Gute im neuen Jahr und verspreche euch einen guten Kampf. Bleibt sportlich, ernährt euch mit Bedacht und achtet euren Nächsten und respektiert die Umwelt. Danke an meine Sponsoren und an TS Fight Sportmanagement GmbH, sowie die Stadtwerke Karlsruhe“.