Gesundheit & Wellness in Baden

Für die einen beginnt der Tag mit einer Laufrunde und für die anderen mit einer Meditation. Beide Aktiven eint die Achtsamkeit für den eigenen Körper. Darauf kommt es an.

Aus der Vielzahl an Bewegungs- und Entspannungsangeboten kann jeder für sich etwas Passendes finden.

5103551 Jean Marie Gujon 123rfDas kennen viele nur zu gut: Allein der Gedanke an Sport lässt einen gleich wieder auf das Sofa sinken. Doch es hilft nichts. Der menschliche Körper braucht von Natur aus Aktivität und Bewegung. Ein regelmäßiger täglicher Spaziergang am Abend täte bereits viel für das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem. Auch Treppensteigen ist eine einfache und effektive Fitnessübung im Alltag. Es trainiert die Atmung sowie Po-, Oberschenkel und Wadenmuskulatur und verbessert den Stoffwechsel. Das konsequente Zurücklegen von Treppenstufen, ob aus der eigenen Wohnung oder auf dem Weg zum Einkauf, fordert die Ausdauer-Leistungsfähigkeit und kann mit zur Blutdrucksenkung sowie zur Besserung der Stoffwechselparameter beitragen.

 

Körperliche Fitness
Das A und O körperlichen Wohlbefindens ist die Bewegung der Muskulatur. Regelmäßiges, wohldosiertes Training tut gut. Muskeln wachsen, werden voluminöser und gesunder, wenn man sie mechanisch beansprucht. Bei einem Menschen, der sich in Form fühlt, arbeiten Muskeln, Herz, Lungen und alle anderen Körperteile harmonisch zusammen. Körperform und Haltung verbessern sich. Ausdruck der körperlichen Fitness sind Kraft (die Muskeln
arbeiten geschmeidig), Gelenkigkeit (Beugen und Dehnen des Körpers gelingt einwandfrei) und Kondition (ohne Ermüdung länger andauernde Anstrengungen bewältigen). Vor einer Trainingseinheit, auch wenn es sich um haushaltsnahe Tätigkeiten handelt, macht das Aufwärmen der Muskeln Sinn. Beim Aufwärmen nehmen die Muskeln Blut mit Nährstoffen und Sauerstoff auf, Kohlendioxid wird entfernt und einer Überdehnung oder Zerrung vorgebeugt.

Bewegungskonzepte für Einsteiger
Sowohl über die Volkshochschule, den örtlichen Sportverein oder über ein Fitness-Studio finden sich gute Möglichkeiten, sich zunächst darüber zu informieren, welches Bewegungsprogramm individuell passen konnte. Soll es mehr klassische Gymnastik sein a la Bauch, Beine, Po? Geht es um Achtsamkeit und emotionale Balance oder um Power und Fun? Man kann einen Personaltrainer zu Rate ziehen oder sich zu einem Informationsgespräch bei einem Anbieter von Bewegungskonzepten anmelden.

11967008 lightpoet 123rfMit Sport in Form
Bei vielen Sportarten ist das Training der Rumpfmuskulatur (der Körpermitte) zentraler Bestandteil. Es gilt den Körper zu stabilisieren, Bewegungen zu harmonisieren und eine gute Haltung zu fordern. Bauch-, Brust- und Rückenmuskulatur halten die Wirbelsäule in Position und dienen der aufrechten Körperhaltung. Krafttraining ist eine der wichtigsten Trainingsarten, stärkt die Muskulatur und fördert den Aufbau. Es eignet sich für männliche und weibliche Zielgruppen jeden Alters. Besonders ältere Menschen können durch regelmäßige Übungen die Gefahr von Osteoporose oder Stürzen deutlich vermindern. Ein Krafttraining ist nicht unbedingt auf High-Tech-Gerate in einem Studio angewiesen. Es geht auch mit dem eigenen Körpergewicht wie zum Beispiel beim Liegestütz oder Klimmzug. Ausdauertraining soll in erster Linie die Kondition und die körperliche Fitness verbessern. Dies zeigt sich besonders beim Herz-Kreislaufsystem. Die Atmung wird kräftiger, die Durchblutung steigt, die Muskeln werden fester und der Muskelstoffwechsel erhöht sich. Im Gehirn wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet und erzeugt ein Wohlgefühl. Depressionen werden abgeschwächt, der Blutdruck wird gesenkt, man bekommt einen niedrigeren Ruhepuls, das Herzschlagvolumen erhöht sich. Im Gehirn verbessert sich die Durchblutung und damit die Konzentrationsfähigkeit. Die allgemeine Belastbarkeit wachst und das Immunsystem wird gestärkt. Es empfiehlt sich, Kraft- und Ausdauer- Trainingseinheiten klar zu trennen und an unterschiedlichen Tagen zu absolvieren, damit jedes Training die beste Wirkung erzielen kann.

Aufbautraining nach chirurgischem Eingriff
Je nach Art und Dauer der Operation sowie dem Einsatz von Narkosemitteln sind in der so genannten postoperativen Phase noch keine Körperübungen angesagt. Sowohl die betroffenen Organe als auch die Narben sind zunächst zu schonen. Aufsitzen und kurze Spaziergänge an der frischen Luft können gut tun. Nach Rücksprache mit dem Arzt beginnt nach der Schonzeit ein leichtes Aufbautraining, unterstützt durch Physiotherapeuten, gezielte Krankengymnastik und ein wohldosiertes kontrolliertes Training an speziellen Geräten. Da Bewegungsmangel zu einem Abbau von Muskulatur führt, ist es wichtig, nach einer gewissen Wartezeit nach der Operation die körperliche Fitness wieder herzustellen.

Reha-Sport
Zum Reha-Sport und Funktionstraining gehören in erster Linie Übungen, die der Koordination, der Ausdauer oder der Kräftigung der Muskulatur dienen, also Schwimmen, Gymnastik oder auch spezielle Angebote wie Herz- oder Lungensportgruppen. Das Ziel des Rehabilitationssports ist, Menschen zu helfen, die bereits eine Erkrankung haben, behandelt oder sogar operiert wurden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Personen mit Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat. Auch für Menschen mit chronischen Beschwerden ist der Rehabilitationssport ein adäquates Mittel zur Schmerzlinderung und Steigerung des Wohlbefindens. Weitere Informationen findet man unter www.rehasport-in-badenwuerttemberg.de 

Sanfte Sportarten
Life Kinetik: eine neue Trainingsform zum Erhalt und zur Steigerung der geistigen und körperlichen Fitness mit hoher Nachhaltigkeit.
Qi-Gong: Es sind kleine, leicht erlernbare Übungen für alle Körperbereiche, Gelenke und Meridiane. Es wird das Wahrnehmen des Körpers in Verbindung mit dem Atem gefordert. Tai Chi: Auch Schattenboxen genannt. Fliesende Bewegungen in Verbindung mit der Philosophie vom Einklang des Körpers und der Seele wirken entspannend. Yoga: Eine Kombination aus Atem- und Gymnastikübungen zur Entspannung und zum Sammeln neue Energie. Die Übungen sehen einfach aus, sind aber hocheffizient. Nordic Walking: Gehen mit zwei Stocken. Das Training gelingt leicht und ist mit wenig Anstrengung verbunden. Kondition und Muskelmasse können langsam aufgebaut werden. Pilates: Es ist eine ganzheitliche Methode zur Erhaltung der Gesundheit, Prävention und Rehabilitation. Die intensive Körperarbeit bessert die Haltung, formt einen schönen Körper und geht mit innerer Entspannung und Ausgeglichenheit einher. Gleichzeitig erhöht sich die Beweglichkeit