Aktuelles aus der Region - informativ, vielfältig und echt badisch halt.

Weltweit höchste Palmen Oase im Schwarzwald

Über 300 Palmen laden zur Entspannung im BADEPARADIES Schwarzwald ein. Gestern wurde das bereits eröffnete „Palais Vital“ der Presse in einem…

Marco-Sharif Khan: Ehrenamt und mehr

Mehr als 30 Millionen Menschen sind in Deutschland ehrenamtlich engagiert. Ohne Ehrenamt und die ehrenamtlichen Leistungen würden viele Bereiche in…

Kartoffelsalat ist König

Umfrage: Das sind die Lieblingsgerichte der Deutschen an Heiligabend (djd). Wie keine andere Zeit sind Advent und Weihnachten von Traditionen geprägt…

DJ Lost Frequencies bei der „SWR3…

Bei der „SWR3 Halloween-Party“ 2018 im Europa-Park kommen Adrenalinjunkies und Halloween-Fans auf ihre Kosten. Gemeinsam mit Hexen, Vampiren und…

„Lustige Dinge machen mich fröhlich“

Frauenpower Cordula Kitiratschky Immer wieder treffe ich auf Frauen, die wahrlich tolle Dinge leisten, kreativ sind, ihre Ideen realisieren und…

100 Jahre Frauenwahlrecht: Plakataktion in der…

Am 19. Januar 1919, also vor knapp hundert Jahren, hatten Frauen in Deutschland erstmals das Recht zu wählen und gewählt zu werden. Den…

Für Kusskuss brauch ich kein Rezept / Rezension…

Der bereits zweite Roman um die liebenswerte, quirlige Laura Bernfeld verspricht allemal ein spritzig-frisches, durchaus auch spannendes und manchmal…

Die Zukunft der Altersmedizin

Gesundheitsforum am 15. Oktober im Bürgerhaus Seepark Um Patienten auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung anbieten…

DER BERG RUFT – Zur Fackelweinwanderung

Den Schlossberg im Dunkeln erleben – für Groß und Klein: eine Nachtwanderung mal ganz anders Vogtsburg-Achkarren: Am Freitag den 9. November veranstaltet die Winzergenossenschaft Achkarren zum dritten Mal eine Fackelweinwanderung.

Beim ersten Treffen zahlt "er" die Rechnung

So datet ein echter Gentleman: Sechs Tipps von einer Beziehungsexpertin (djd). Vor 230 Jahren hat Freiherr Knigge über Umgangsformen geschrieben,…

Salz - der Alleskönner im Haushalt

Tipps und Tricks für die Küche und eine saubere Wohnung (djd). Dass Salz beim Kochen deftiger Speisen unverzichtbar ist, weiß jeder. Viele Koch- und…

Das geht ganz einfach ...

Wenn sich das Leben schlagartig verändert und man sich als Eltern damit konfrontiert sieht, dass man das eigene Kind überleben wird, dann wird aus Licht Schatten und Hilfe ist vonnöten.

Bild Sabine Kraft 20160120 336 002Rund 40 000 Kinder und Jugendliche sind deutschlandweit lebensverkürzend erkrankt – hinter ihnen stehen Eltern und Geschwister, die ihre Ängste und Sorgen auffangen und damit oft selbst an
ihre Grenzen geraten. Für all diese Familien lebt und arbeitet der Bundesverband Kinderhospiz e.V., allen voran Geschäftsführerin Sabine Kraft, die jüngst in Buenos Aires auch zur Vorsitzenden des internationalen Kinderhospiz-Dachverbandes ICPCN ernannt wurde.

Frau Kraft, wie sehr freut Sie diese Wahl?

Das ist kaum in Worte zu fassen. Ich engagiere mich nunmehr seit 2005 für lebensbedrohlich erkrankte Kinder und habe früh schon darauf gepocht, dass sich die Engagierten in diesem Bereich auch weltweit vernetzen müssen, um voneinander zu lernen. Ich freue mich sehr, dass man mir diese ehrenvolle Aufgabe zugesprochen hat, die ich nun ehrenamtlich ausfülle. Meine Tätigkeit
ist primär steuernder und beratender Natur. In der Praxis bedeutet dies: Telefonkonferenzen mit Experten aus aller Welt, Austausch mit dem Personal, Ideen- und Spendensammeln für die internationale Arbeit Der Vorsitz ermöglicht mir den Zugang zu Experten, die ich früher nicht einfach so anrufen konnte. Das kommt der Arbeit hier vor Ort zugute.

Sie sind also gar nicht in aller Welt unterwegs?

Nein, es ist nicht erforderlich, dass ich für die ICPCN international unterwegs sein werde. In erster Linie geht es darum, gemeinsam noch mehr für alle schwerstkranken Kinder zu erreichen. Wenn beispielsweise Russland bei uns um Hilfe bei Fortbildungen bittet, dann können wir unser Konzept zur Verfügung stellen und auch Hospitationsplätze in Deutschland anbieten. Andererseits lernen unsere Mitarbeiter, wie man dort mit dem Thema Tod und Sterben umgeht, und wir können so beispielsweise die Reaktionen anderer Kulturen auf den Tod eines Kindes besser einschätzen
und damit letztlich besser helfen.Vernetzung ist für alle wichtig.

Welche Ziele haben Sie sich für die neue Aufgabe gesetzt?

Primär möchte ich eine bessere Vernetzung verwirklichen und verstärkt auf die Belange der kranken Kinder aufmerksam machen. Es soll und darf keine Rolle spielen, wo Kinder sterben müssen – sie alle haben ein Recht auf einen würdigen Tod ohne Schmerzen. Um diesen Zustand zu erreichen, bedarf es eines „Bewusstmachens“, denn der Tod wird oft und gerne ausgeblendet, besonders wenn es um Kinder geht. Ich wünsche mir eine Welt, in der man darüber spricht und sich gegenseitig stützt. Nicht nur in Deutschland ist es so, dass Kinderhospize nahezu ohne gesicherte
Einnahmen auskommen müssen und sich zusätzlich über Spenden finanzieren. In der öffentlichen Wahrnehmung sind es Orte des Todes – dabei sind es tatsächlich Orte des Lebens. Betroffene Familien können sich hier eine Auszeit nehmen, um sich zu erholen. Sie werden betreut und haben die Sicherheit, dass ihr Kind in besten Händen ist. Dieses Wissen muss verbreitet werden, denn es nimmt die Angst vor einem Tabuthema.

Liegt die Versorgung in Deutschland auch noch im Argen?

Leider ist dies tatsächlich der Fall. In Baden-Württemberg beispielsweise gibt es noch überhaupt kein stationäres Kinderhospiz, so dass die Familien weit reisen müssen, um mit ihrem Kind im Kinderhospiz aufgenommen zu werden. Die Arbeit des Bundesverbands Kinderhospiz umfasst auch Verhandlungen mit Kassen und Abgeordneten, um eine stetige und effektive Finanzierung zu erreichen. Entgegen der vorherrschenden Meinung betreiben wir nämlich keine eigenen Kinderhospize, sondern vertreten deren Interessen als Dachverband auf Bundesebene. Weder der Bundesverband Kinderhospiz noch die ICPCN erhalten öffentliche Gelder für ihren Einsatz, all diese Arbeit muss komplett über Spenden finanziert werden.

Der Verband

Der Bundesverband Kinderhospiz wurde auf Initiative von ambulanten und stationären Kinderhospizen im Jahre 2002 gegründet. Er ist Ansprechpartner für Politik, Wissenschaft, Ärzte, Kliniken, Kostenträger, und berät Betroffene, Fachkräfte, Initiativen und Einrichtungen.

Oskar 500 252 168Das Sorgentelefon „Oskar“ ist täglich rund um die Uhr unter 0800/8888 4711 erreichbar (kostenlos).

Ein Spendenkonto ist eingerichtet

bei der Sparkasse Hochschwarzwald,
IBAN: DE-58 6805 1004 0004 7707 07.

Impressionen aus Baden von Robert Schwendemann