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Krebsvorsorge

Darmkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor, der in den verschiedenen Abschnitten des Dickdarms unterschiedlich häufig auftreten kann.

offal 1463369 640Mehr als die Hälfte aller Darmtumoren findet man im letzten Darmabschnitt, also im Mastdarm und dem angrenzenden Sigma. Bösartige Tumoren im Dünndarm sind im Gegensatz dazu äußerst selten.

Darmkrebs entwickelt sich aus der Darmschleimhaut, genau genommen aus den Drüsenzellen der Schleimhaut. Darmkrebsvorsorge Ziel der Früherkennung von Darmkrebs ist das Aufspüren von Darmpolypen. Darmpolypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Es kann viele Jahre dauern, bis aus solchen Schleimhautveränderungen Krebs entsteht. Da Polypen in der Regel keine Symptome verursachen, lassen sie sich nur durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erkennen. Die Methode der Wahl ist die Darmspiegelung oder auch Koloskopie genannt. Entdeckt man Polypen während einer Darmspiegelung, können sie meist mit Hilfe einer elektrischen Schlinge vollständig entfernt werden. In den letzten 10 Jahren konnten 180.000 Darmkrebserkrankungen durch Entfernung fortgeschrittener Polypen verhütet werden. Um Darmkrebs so früh wie möglich zu erkennen, sollten Frauen und Männer spätestens ab dem Alter von 50 Jahren zur Früherkennung gehen. Menschen mit familiärem Risiko sollten schon sehr viel früher an einem Vorsorgeprogramm teilnehmen. Als Facharzt für Innere Medizin in Titisee-Neustadt führe ich regelmäßig Darmspiegelungen zur Darmkrebsvorsorge durch.

Es gibt es verschiedene Gründe, warum so wenig Menschen das Angebot für die Darmkrebsvorsorge wahrnehmen, die jedoch bei näherer Betrachtung völlig unbegründet sind.

• Angst vor einem möglichen Ergebnis. Frühe Erfassung bietet die Chance auf Heilung
• Angst vor einer peinlichen Untersuchung. Mit der modernen Sedierung wird der Patient in einen Schlafzustand versetzt.
• Man muss sehr viel unangenehm schmeckende Flüssigkeit trinken. Es gibt moderne, halbwegs gut schmeckende Abführmittel, von denen nur insgesamt 250 ml getrunken
werden muss + 1,5 l klare Flüssigkeit eigener Wahl (z. B. Wasser, Limonade, Tee)
• Angst vor Schmerzen bei der Untersuchung. Durch moderne Medikamente vermeidbar
• Angst vor Komplikationen Sicherlich nicht absolut sicher auszuschließen, aber selten: 1:5000

Auch die Felix Burda Stiftung (www.felix-burda-stiftung.de) leistet wertvolle Aufklärungsarbeit, immer wieder daran zu erinnern werden, wie wichtig die Darmkrebsvorsorge ist.

Darmkrebsfrüherkennung

Blut im Stuhl
Wie wird untersucht?
Schnelltest (Guajak-Test)
Welcher Arzt macht das?
I: Hausarzt
Ab welchem Alter?
I: 50 – 55 Jahre
Wie häufig?
 jährlich

 Was wird untersucht?

Dickdarm

Wie wird untersucht?
Koloskopie (Darmspiegelung)
Welcher Arzt macht das?
Facharzt
Ab welchem Alter?
ab 55. Lebensjahr
Wie häufig?
 zweite Koloskopie frühestens zehn Jahre nach der ersten; bei Nicht-Inanspruchnahme alle zwei Jahre Stuhltest möglich.

 

 

 


Impressionen aus Baden