Jedem Vierten in Baden-Württemberg schmerzt der Rücken, das geht aus dem aktuellen Arztreport der BARMER hervor.

spine 2539697 1280Frauen sind demnach deutlich häufiger betroffen. Während mehr als 28 Prozent der Baden-Württembergerinnen das Kreuz mit dem Kreuz haben, ist das nur bei 22,6 Prozent der hiesigen Männer der Fall. „Damit Rückenschmerzen nicht chronisch werden, sollten mögliche Ursachen frühzeitig beseitigt werden. So verschwinden akute Rückenschmerzen bei 90 von 100 Betroffenen durch regelmäßigen Sport“, sagt Winfried Plötze, Landesgeschäftsführer der BARMER Baden-Württemberg. Die BARMER bietet deshalb einen OnlineKurs Rückengesundheit an. Mit Hilfe von über 50 videogestützten Übungen wird vermittelt, wie sich der Rücken stärken lässt und Verspannungen gelöst werden können. Mehr unter www.barmer.de/g100035 

Auch die Jugend hat Rücken Dass Rückenschmerzen erst in der zweiten Lebenshälfte auftreten, ist ein Irrtum. Aus den Daten der BARMER geht hervor, dass bundesweit rund 15,5 Prozent der jungen Frauen und etwa 11,3 Prozent der Männer im Alter von 15 bis unter 25 Jahren betroffen sind. In den meisten Fällen sind hier weniger Abnutzungserscheinungen, sondern vielmehr Bewegungsmangel oder auch psychische Belastungen die Ursache. „Wenn Rückenschmerzen nicht spezifisch sind, dann prüfen Ärzte gemäß der nationalen Richtlinie, ob neben körperlichen Ursachen auch psychische oder soziale Einflüsse eine Rolle spielen“, so Plötze. Wenn Rückenschmerzen psychisch bedingt sind, dann können Techniken helfen, die Körper und Seele ansprechen, etwa Muskelentspannung nach Jacobson und Hatha-Joga. 

Diagnose Rückenschmerzen in Baden-Württemberg n. Jahren u. Geschlecht

Jahr

Anteil Frauen in %

Anteil Männer in %

Insgesamt in %

2016

28,41

22,60

25,45

2015

28,65

22,30

25,37

2014

29,22

22,75

25,89

 

Diagnose Rückenschmerzen in Deutschland nach Alter und Geschlecht

Altersgruppe

Anteil Frauen in %

Anteil Männer in %

15 bis unter 25 Jahre

15,49

11,29

25 bis unter 40 Jahre

24,75

19,23

40 bis unter 65 Jahre

36,13

28,93

65 bis unter 80 Jahre

41,19

32,65

ab 80 Jahre

39,24

33,91

altersübergreifend

28,76

22,06

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