Expertenvorträge am 21. November im Bürgerhaus Seepark

Das RKK Klinikum bietet im Rahmen der bundesweiten „Herzwochen 2019“ der Deutschen Herzstiftung am Donnerstag, 21. November 2019 um 19 Uhr im Bürgerhaus Seepark (Gerhart-Hauptmann-Straße 1 in Freiburg) Expertenvorträge an:

Prof. Dr. Michael Brunner, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin am St. Josefskrankenhaus, stellt vor, wie kommt es zum plötzlichen Herztod kommt, wie zugrunde liegende Ursachen wie die koronare Herzkrankheit (KHK) vermieden werden und wie man den Herzinfarkt verhindern kann.

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Darüber hinaus werden die Diagnose- und Therapieverfahren der modernen Medizin vorgestellt. Prof. Dr. Michael Müller,  Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am St. Josefskrankenhaus, zeigt auf, was im Notfall zu tun ist und stellt die in der Rettungskette bewährte Notfall App-Lösung vor, die in Freiburg bereits verfügbar ist. Aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon: 0761 / 2711-2701, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Professor Dr. Michael Brunner RKK Klinikum 003                            Professor Dr. Michael Müller RKK Klinikum 003

Der plötzliche Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Jedes Jahr erleiden in Deutschland 65.000 Menschen einen plötzlichen Herztod, knapp 60.000 versterben daran. „Das wäre in vielen Fällen vermeidbar, da der plötzliche Herztod in aller Regel kein schicksalhaftes Ereignis ist, von dem es kein Entkommen gibt“, betont der Professor Dr. Michael Brunner und ergänzt: „Wir werden aufzeigen wie es zu bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen und wie sie sich am effektivsten vor der Gefahr des plötzlichen Herztodes schützen“. Unmittelbar eingeleitet wird der plötzliche Herztod überwiegend durch Kammerflimmern, das das Herz von einer Sekunde auf die andere komplett aus dem Takt bringt. Das Herz hört auf zu schlagen, die Blut- und sauerstoffversorgung aller Organe kommt zum Stillstand. Der Patient verspürt nach etwa vier Sekunden eine Leere im Kopf. Nach acht bis zehn Sekunden bricht er bewusstlos zusammen und kurz darauf hört er auf zu atmen. Nun müssen Wiederbelebungsmaßnahmen sofort begonnen werden, dann wenn diese zu spät eingeleitet werden, sind dauerhafte Schäden  wahrscheinlich. Beginnt man später als nach zehn Minuten sind Wiederbelebungsmaßnahmen – mit wenigen Ausnahmen – leider meist erfolglos.

„Die Helferquote beim Herzstillstand im internationalen Vergleich ist mit nur knapp über 40% alarmierend gering. Dabei sind die Maßnahmen zur Wiederbelebung eines Menschen einfach. Man kann nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, erläutert Professor Dr. Michael Müller. Er engagiert er sich besonders in einem Projekt, in dem bei Notfällen mit Herzkreislaufstillstand professionelle Ersthelfer, die sich zufällig in der Nähe befinden, über ihr Smartphone geortet werden. Um dies in Freiburg und Umgebung zu realisieren hat er die Gründung des Vereins „Region der Lebensretter – Freiburg/Breisgau – Hochschwarzwald e.V." initiiert www.regionderlebensretter.de