Region im Blick sprach mit Frank Dietrich dem Gründer des "Club der Umsetzer", dem Business Club für Unternehmer, die noch etwas erreichen wollen in ihrem Leben und die nach erprobten Methoden und Strategien suchen, um sich selbst und ihr Unternehmen noch weiter voran zu bringen.

Mit seinem Unternehmen Ars Vendendi lehrt er, die Kunst des Verkaufens und dabei weniger Rabatte zu geben. Dabei eliminiert er auch -wo möglich- die sinnlose Verschwendung von Werbegeldern.

Er sieht in der jetzt folgenden Zeit 6 Punkte, die sich nach Corona für Unternehmen ändern
Viele Unternehmer und Führungskräfte hoffen jetzt, da die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren wird, darauf, dass sich wieder der Normalzustand einstellt. Doch das wird sicherlich noch lange nicht derselbe sein, wie noch zu Anfang des Jahres. Dass sich unsere Gesellschaft und die Art wie wir miteinander umgehen, ändern wird ist jedem irgendwie klar. Eine Veränderung der Gesellschaft zieht aber auch zwangsläufig eine Veränderung nach sich, wie wir untereinander Geschäfte machen.

IyJM1Cko

Unternehmer müssen sich Gedanken machen, was die gesellschaftliche und wirtschaftliche Erschütterung für ihre Branche, ihr Unternehmen bedeutet.
Dazu einige Gedanken:

1. Homeoffice funktioniert und ist eine echte Alternative
Konservativen Manager war das Homeoffice immer suspekt. Arbeiten meine Leute wirklich oder machen sie sich nur einen faulen Lenz?
Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass es sich im Homeoffice sowohl effektiv als auch effizient arbeiten lässt. Damit ist deutlich geworden, dass diese Arbeitsform für sehr viele Bereiche der Wirtschaft eine echte Alternative zur Büroarbeit darstellt. In Zukunft werden deswegen viele Mitarbeiter nicht mehr bereit sein, sich morgens eine gefühlte Ewigkeit durch den Berufsverkehr zu quälen, nur um im Büro dieselbe Arbeit zu verrichten, die sich auch im Homeoffice verrichten können.

2. Facilitymanagement ändert sich
Wozu braucht ein Unternehmen noch große Büro- und Konferenzräume, wenn die Büros für einen großen Teil der Arbeitnehmer nur noch für gelegentliche Meetings in größeren Teams und für Sozialkontakte genutzt wird?

3. Geschäftsreisen werden weniger
Videokonferenzen funktionieren mittlerweile problemlos und erlauben nicht nur Onlinebesprechungen, sondern auch fast persönliches Verhandeln mit dem Geschäftspartner.

4. Die Digitalisierung nimmt rasant schnell zu
Zukünftig immer noch mehr und schneller vollständig digital gearbeitet, so dass noch weitere Arbeitsbereiche, die heute noch persönliche Anwesenheit am Arbeitsplatz voraussetzen, zukünftig auch im Homeoffice erbracht werden kann. Immer mehr Menschen werden zunehmend Waren und Dienstleistungen im Internet kaufen. Lebensmittelmärkte ziehen wieder in die Stadtviertel zurück, denn eingekauft wird, was künftig wieder vermehrt mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad geschehen wird. Die Menschen agieren entweder online und dann global - oder aber offline und dann regional im Dorf oder in städtischer Nachbarschaft.
Unternehmen, die ihre Digitalisierung nicht entsprechend vorantreiben und auf diese Veränderung reagieren, werden massive Probleme bekommen und schließlich aussterben.

5. Human Resources und Personalabteilungen werden ebenfalls betroffen
Wenn Videokonferenzen sich noch weiter etablieren, dann werden zukünftig auch Einstellungsgespräche und Jahres- bzw. Mitarbeitergespräche virtuell geführt werden können. Auch die persönliche und berufliche Weiterbildung wird zunehmend online funktionieren. Das wird nicht nur kleine Wissenseinheiten betreffen, für die es heute schon Webinare gibt, sondern auch ganze Schulungskonzepte. Mehrtägige Seminare werden anders aufbereitet werden müssen und wo möglich sogar zeitunabhängig zur Verfügung stehen müssen.

6. Vertrieb und Marketing werden sich massiv ändern
Die heute oft übliche Unterscheidung zwischen Vertriebsinnen- und -Außendienst wird zukünftig immer mehr in Frage gestellt werden müssen, denn auch hier gibt die Digitalisierung zahlreiche neue Möglichkeiten die üblichen Vorortbesuche vielleicht nicht völlig überflüssig zu machen aber mehr und mehr zu ergänzen. Aus dem „ich bin bei Ihnen in der Gegend und möchte mal vorbeischauen“ werden „virtuelle Kaffee-trinken-Videonate“ und jegliche Präsentation können bei Bedarf jederzeit auf dem Kundenbildschirm gezeigt werden. Weitere Teilnehmer können kurzfristig in die Konferenz dazu geholt werden. Persönliche Treffen wird es vielleicht noch in Form von Jahrestreffen geben. Der Übergang zwischen klassischer Akquise am Telefon und Treffen mit Präsentation wird fließend werden.
Sicher werden die Veränderungen nicht schlagartig stattfinden, sondern zunächst einmal bei den am meisten betroffenen Branchen. Aber es wird sich durch alle Bereiche hindurchziehen. Vermutlich schneller, als einige Unternehmer heute noch vermuten.

Je schneller Chefs dies begreifen und die Hoffnung auf die "alte Normalität" aufgeben, desto besser für alle Beteiligten.

➡ Hat Ihnen dieser Artikel gefallen oder haben Sie Fragen?... Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. >>

club RegionimBlick

➡ Wenn
– Ihre Kunden immer mehr Preisnachlässe fordern und damit Ihre Margen drücken,
– Ihr Vertrieb Probleme hat, an Entscheider zu gelangen, oder allzu oft nur mit Anwendern redet,
– wenn Angebote, die „eigentlich gut“ aussahen „ganz plötzlich“ woanders gekauft werden
– oder Vertriebsprojekte stocken und nicht abgeschlossen werden,
dann sollten Sie mit Frank Dietrich reden. Hier erfahren Sie wie er mit seinen Kunden zusammenarbeitet, klicken Sie hier: https://frankdietrichtv.com/uber/
Über den Unternehmer Club der Umsetzer erfahren Sie hier mehr: http://www.ClubderUmsetzer.info