Musik - Ganz klar eine emotionale Sache

Musik! Kaum jemand kommt ohne sie aus. Sie macht traurig, macht froh, regt an und beruhigt.

Aus unserem Alltag ist sie nicht wegzudenken und ist unser alltäglicher Begleiter. Ob beim Einkaufen, auf Festen, in den Medien, sie ist überall für uns präsent und begleitet uns durch unser Leben. Schon früh am Morgen werden wir mit den Hits im Radio geweckt und werden mit Musik durch den Tag begleitet. Für mich ist Musik eine der Besten Erfindungen des Menschen. Wir können unter verschiedenen Stilen auswählen:

CANVAOb beim Einkaufen, auf Festen, in den Medien, sie ist überall für uns präsent und begleitet uns durch unser Leben./ Foto: CANVA

Rock, Filmmusik, Klassik, Pop, Heavy, Folk, Liedermacher, keltische Musik und Jazz sind nur eine kleine Auswahl der verschiedensten Musikrichtungen. Musik ist Kommunikation. Sie vermittelt Gefühle, Ideale, Träume und Bilder. Unser Körper reagiert auf Musik, so verändert sich Herzschlag, Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung des Menschen.

Je nach Musikart werden verschiedene Hormone abgegeben – Adrenalin bei schneller und aggressiver Musik, Noradrenalin bei sanften und ruhigen Klängen. Letztere können so zum Beispiel die Ausschüttung von Stresshormonen verringern und haben eine beruhigende Wirkung. Somit hat die Musik auch einen wichtigen medizinischen Aspekt und wird vor allem in der Schmerztherapie und in der Psychiatrie therapeutisch eingesetzt. Da musizieren positive Einwirkungen auf die Bildung von neuen Nerven Verschaltungen im Gehirn hat, wird sie auch beispielsweise in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten als wirkungsvolles Hilfsmittel eingesetzt. Wegen ihrer stimmungsaufhellenden Wirkung kann Musik sogar zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen eingesetzt werden. Noch wesentlich mehr Einsatzfelder von Musik nutzen Musiktherapeuten. Hier wird Musik gezielt eingesetzt, um seelische, körperliche oder geistige Gesundheit wieder herzustellen. Musik kann dabei helfen, Zugang zu Emotionen und Erinnerungen zu schaffen, die Patienten mit Worten nicht ausdrücken können. Gerade für Menschen, die Schwierigkeiten mit dem Sprechen haben oder sich nicht gut mitteilen können, kann Musik helfen Kontakt zum Therapeuten oder zu anderen Menschen herzustellen.

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Also ist Musik nicht nur Musik. Musik bewirkt immer etwas in unserem Inneren. Nein viel mehr noch ,man kann der Musik Funktionen zuordnen wie sich zum Beispiel an bedeutungsvolle Ereignisse zu erinnern oder um die Stimmungslage positiv zu beeinflussen. Oft nehmen wir die Wirkung von Musik nur unbewusst wahr, Außer man besucht ein Konzert, möchte tanzen oder wählt eine Musik für bestimmte Zwecke aus. Ein Leben ohne Musik ist unvorstellbar? Studien belegen: ob beim Lernen, im Alltag, bei der Arbeit, Musik lässt einem nicht mehr los. Sie lässt uns manche Dinge im Alltag einfacher erscheinen und hilft uns Stress abzubauen. Sie erhöht unser Wohlbefinden für Körper und Seele. Auf vielseitige Art und Weise kann Musik helfen die Lebensqualität zu verbessern. Auch für Kinder spielt die Musik in der Entwicklungspsychologie eine wichtige Rolle. Schon Babys reagieren auf Töne, Klänge und Musik und feststeht: Babys kommen mit einem musikalischem Potential auf die Welt. Bevor Kinder überhaupt reden können, singen sie meist schon und tanzen zu Musik auf ihre ganz eigene Art und Weise. Sie bewegen sich rhythmisch und geben ihre ersten eigenen kreativen Gesangsversuche zum Besten. Inwieweit sich dieses Potential nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren entwickelt, hängt von der Förderung ab. Es ist daher ausschlaggebend, Kinder schon früh zu fördern, sie mit Musik zu begleiten und sie auch langfristig für Musik zu begeistern. Die musikalische Früherziehung ist daher ein wichtiger Erziehungsbereich, nicht nur für die musikalische, sondern auch für die sprachliche und motorische Entwicklung von Kindern. Wie schon gesagt; Musik hat einen großen Einfluss auf unseren Körper und unser Gehirn. Doch ein ganz wichtiger Punkt ist und bleibt die emotionale Wirkung der Musik.

Musik und Rhythmus schaffen es Emotionen entstehen zu lassen ohne, dass wir Einfluss darauf ausüben, Übrigens: Dass Musik uns so gut gefällt, liegt vielleicht auch daran, dass sie die gleichen Areale im Gehirn anregt wie Sex. Musik und Klang haben also zunächst eine unbewusste Wirkung auf uns - ohne, dass wir uns konkret Gedanken darüber machen könnten. Diese Tatsache machen sich nicht zuletzt Werbung, Geschäfte oder auch die Filmmusik zunutze, um Stimmungen zu erzeugen und die Emotionen der Zuschauer und Kunden innerhalb von Sekundenbruchteilen zu steuern.

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Eines steht fest: Wie kaum ein anderes Phänomen fördert und fordert Musik das Gehirn auf eine komplexe Art und Weise, da die unterschiedlichsten Bereiche aktiviert werden. Um den positiven Effekt des Musizierens nutzen zu können, wird nicht zwingend ein Instrument benötigt. Musik und Melodien kann jeder Mensch auch ohne Hilfsmittel selbst erzeugen. In Form von Singen, denn singen kann jeder! Es traut sich nur nicht jeder. Aber das ist eine andere Geschichte. Dabei müssen es keine Opernarien oder Rocksongs sein. Es gibt keine eindeutigen Aussagen darüber wie und warum sich Sprache und Gesang letztendlich so entwickelt haben. Eine Annahme, wie Musik zum festen Bestandteil unserer Kultur wurde, bezieht sich auf die Vorteile, die ein früher Homo Sapiens durch Gesang und Bewegung bei den Damen in Sachen Paarungsangelegenheiten hatte. Hier wurden Klänge und Geräusche mutmaßlich wohl als Balzritual verwendet.

Schaut man sich heute die Wirkung von Bühnenshows so mancher singenden männlichen Exemplaren an, ist diese Annahme wohl nicht ganz von der Hand zu weisen! Ob als Lockmittel bei der Brautschau oder Wiegenlied oder einfach nur aus Freude, singen macht Spaß und tut gut. Auch über Musikgeschmack lässt sich bekanntlich streiten. Viele Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass zumindest die Präferenz für Harmonien bei Menschen angeboren ist. Bestimme Musik kann man einfach nicht ertragen, andere lässt einen kalt, aber manche Songs, die liebt man. Sprich: Zu jeder Musik hat jeder eine Meinung. Unser Musikgeschmack hängt mit dem Alter und der Zeit zusammen, mit familiärer Prägung und dem, was uns so begegnet. Der Prägung durch die elterlichen Musikvorlieben entkommt man nicht.

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Da werden Weichen gestellt, im Guten wie im Schlechten. Mit der Musik seiner Eltern ist man ein Stück weit durchs Leben gegangen, meist unfreiwillig! So einen Soundtrack des Lebens hat jeder, im Herzen. Der Musikgeschmack entwickelt sich und ist nicht vorgeburtlich vorgegeben. Das klingt einfach, ist aber wichtig zu erwähnen, weil es zeigt, dass es letztendlich ein Produkt des Kulturkreises ist, in dem man aufwächst. Man könnte über das Thema Musik mehr als 1000 Seiten schreiben und es wäre wahrscheinlich immer noch nicht alles darüber auf Papier gebracht. Musik fasziniert uns, beeinflusst unsere Stimmung sehr stark und spielt eine große Rolle in unserem Leben. Musik ist und war schon immer Teil unseres Lebens, sie ist unser alltäglicher Begleiter in jeder Lebenssituation. Kaum etwas regt unser Gehirn stärker an als Musik, Melodien und das Singen. Egal, ob wir im Auto Radiohits lauthals mitsingen, beim Staubsaugen Melodien vor uns hin summen oder unter der Dusche unseren Lieblingssong anstimmen, sie werden sehen wie befreiend singen und Musik sein kann – ganz egal ob wir die Töne treffen oder nicht!
Musik tut gut und macht glücklich!

Text: Daniela Hiebel
Bilder: Canva / Pixabay