Roy Kieferle – Kultkoch aus dem Schwarzwald kredenzt seinen Bratapfel

Um den Apfel als die unangefochtene Nummer eins im Obst-Ranking zu ehren und auf die Qualität und Vielfalt heimischer Sorten aufmerksam zu machen, wurde 2010 der 11. Januar als offizieller „Tag des Apfels“ ins Leben gerufen.

„Äpfel sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Sie enthalten viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und fast kein Fett“, berichtet Roy Kieferle vom Dobel.

Gefüllter Bratapfel in Rotwein mit Kokosnussüssen nach einem Rezept von Kultkock Roy Kieferle vom DobelGefüllter Bratapfel in Rotwein mit Kokosnussüssen nach einem Rezept von Kultkock Roy Kieferle vom Dobel

Der Fernsehkoch, Kräuter- oder Bärlauchexperte wird als Pionier der Vollwert- und Naturkosternährung gefeiert und weiß den Geschmack des Apfels nicht nur bei Apfelkuchen, Apfelmus und Apfeltee einzusetzen. Gemeinsam mit einer Frau Renate betreibt er auf dem Dobel das urgemütliche „Wagnerstüble“, das mit Vollwert- und Kräuterküche mit Zutaten aus dem eigenen Garten lockt.

Roy Kieferle auf dem Dobel ist mit einem Wagnerstüble weit über die Grenzen von Baden Württemberg hinaus bekanntRoy Kieferle auf dem Dobel ist mit einem Wagnerstüble weit über die Grenzen von Baden Württemberg hinaus bekannt

One apple a day – keeps the doctor away
Äpfel gelten gemeinhin als besonders gesund und eine englische Volksweisheit besagt, dass ein Apfel pro Tag genügt, um sich generell den Arztbesuch zu ersparen. Im Durchschnitt verzehrt jeder Deutsche 20 Kilogramm Äpfel pro Jahr, wobei zunehmend alte und fast schon vergessene Apfelsorten nachgefragt werden. Denn der regelmäßige Verzehr der vitalstoffreichen Früchte stärkt das Immunsystem und reduziert das Risiko an Herz- und Gefäßerkrankungen zu erkranken. Auch gegen Verstopfung und Durchfall sowie entzündlichen Gelenkschmerzen werden Äpfel gerne als altes Hausmittel genutzt.

Wichtigste Obstart in Baden-Württemberg
Nach Angaben des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wurden 2019 in Deutschland rund 950.000 Tonnen Äpfel, davon rund 370.000 Tonnen in Baden-Württemberg geerntet. Äpfel sind damit die mit Abstand wichtigste Obstart im Ländle, denn auf zwei Dritteln der gesamten Baumobstfläche werden Äpfel angebaut. Darüber hinaus glänzt Baden-Württemberg als Kulturlandschaft mit den größten zusammenhängenden Streuobstbeständen in ganz Europa. Eng verbunden mit der biologischen Vielfalt bieten die 116.000 Hektar Streuobstwiesen Lebensraum für rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten und rund 3.000 verschiedene Obstsorten.

Bratapfel Rezept 
 „Äpfel bestehen zu 85 Prozent aus Wasser, sind kalorienarm und gebraten, gebacken und getrocknet ein Hochgenuss“, verrät Kieferle, der auch einem fruchtig frischen Glas Apfelsaft nicht abgeneigt ist. Für viele ist er als „Fußballkoch“ in bester Erinnerung , weil er nicht nur die Spieler vom VfB Stuttgart, von sondern auch Bayer Leverkusen mit Energiegemüse, Dinkelbrot und Müsli fit gemacht hat.
Für den Tag des Apfels hat er sich den fruchtig-aromatischen Boskop ausgesucht. Der Kulturapfel zählt zu den alten Apfelsorten und wird in Deutschland als Winterapfel verspeist. Damit ist er geradezu ideal für das Rezept, bei dem von Roy Kieferle passend zur kalten Jahreszeit einen gefüllten Bratapfel in Rotwein mit Kokosnüsen kredenzt.  

Apfel

Rezept Roy Kieferle
Gefüllter Bratapfel in Rotwein mit Kokosnussüssen
 
Zutaten für 4 Personen
4 mittelgroße Äpfel -vorzugsweise roter Boskop
Rosinen
1 Esslöffel Marzipan
400 ml. Rotwein nicht zu trocken
Ca. 2 Essl. Rohrzucker
2 Beutel Glühweingewürz
Feuerfeste Form
 
Für die Sosse:
100 ml Vollmilch
50 ml Sahne
200 ml Kokosmilch komplett
1 geh. Teelöffel Stärke oder Vanille-Puddingpulver
1 Esslöffel Rohrzucker
Zubereitung:
Stärke mit etwas Milch anrühren
Kokosmilch, Milch und Sahne erhitzen, kurz vor dem Aufkochen angerührte Stärke zügig einrühren und so lange rühren bis die Soße cremig gebunden ist. Ratsam nach dem fertigkochen immer wieder darin kräftig rühren damit sich keine Haut bildet bis sie zu den Bratäpfeln gegeben werden.

Zubereitung:
Rotwein mit Zucker und Glühweingewürz etwas einkochen und mit dem Gewürz auskühlen lassen.

Vorbereitung:
Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien. Rosinen mit Marzipan vermengen und damit die Äpfel füllen.
Äpfel, mit wenig Abstand in eine Feuerfeste Form stellen, Rotwein ohne Gewürze dazu geben bei Bedarf noch etwas Zucker dazu geben.
Bei ca. 180° Umluft so lange im Backofen lassen bis die Äpfel anfangen zu musen, herausnehmen und die Kokosssosse dekorativ zwischen den Äpfeln verteilen. Servieren, dazu würde Vanilleis passen

Text und Bilder: Sabine Zoller