Der Tag der gesunden Ernährung wurde im Jahr 1998 durch den Verband für Ernährung und Diätetik e.V. eingeführt. Dieser findet jedoch erst seit 2007 regelmäßig am 7. März statt.

Mit diesem Aktionstag soll die Bevölkerung in Deutschland auf die Bedeutung einer gesunden Ernährung aufmerksam gemacht werden. Anlässlich des Tages haben wir uns mit Georg Schmälzle von der Gärtnerei Schmälzle&Sohn in Sinzheim unterhalten

Biogemüse ist hip, wenn wundert`s. In einer Welt voller Agrarindustrie bietet der regionale Bio-Bauer gesundheitliche und ökologische Vorteile. Nicht nur, dass  Biogemüse und Obst ohne chemische Pflanzenschutzmittel angebaut werden, sie schmecken auch besser!

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Das breite Angebot der regionalen Biokiste der Demeter-Gärtnerei Schmälzle bietet die passende Biokiste für Singles, Familien und jeden Geschmack. Fast jeder Wunsch wird erfüllt, auch bei der individuellen Bestellung  im Onlineshop unter www.schmaelzle.com.  So liefern die Schmälzles ihr Gemüse  von Kehl bis Bruchsal aus und auch noch nach „dribe iwer da Rhin“, von Strassbourg bis Wissembourg.

Fährt man von Sinzheim Richtung Rhein raus, sieht man sie schon von weitem, die Gewächshäuser der Demeter-Gärtnerei Schmälzle. Wo früher eine Maiswüste stand, reihen sich heute bunte Salat und Gemüsebeete aneinander, angebaut für die „Bio-Kiste“. Es begann 1982 als, Georg Schmälzle inspiriert von der Umweltbewegung sein Lehrerstudium hinschmiss und eine Lehre als Bio-Gärtner begann. 1994 begann er schon Privathaushalte in Karlsruhe mit der Bio-Kiste zu beliefern.

Verkauft werden im Shop: Erdbeeren, Brombeeren, Spargel sowie 30 Sorten Gemüse aus eigenem Anbau, ergänzt mit Obst von Demeter-Bauern der Region und im Winter aus ganz Europa. Natürlich ohne die Anwendung von Unkrautvernichtungsmittel oder andere chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder Dünger.

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Die Fruchtbarkeit der Erde zu erhalten ist das oberste Prinzip für Gärtnermeister Georg Schmälzle und seinen Sohn Gartenbauingenieur Moritz Schmälzle, der 2016 mit in den Betrieb einstieg. Es ist nicht immer einfach Gemüse anzubauen, gerade in überaus trockenen Jahren wie 2018 mit vielen Läusen als Schädlinge. Zum Glück haben die Schmälzle´s 2017 einen neuen leistungsfähigen Brunnen gebohrt, der sich aus PFC-freiem Grundwasser aus einem nahegelegenen Naturschutzgebiet speist. Er bringt sauberes Wasser, der die Grundlage für den Anbau von gesundem Bio-Gemüse bildet. Wie düngt man Bio-Gemüse, wenn doch chemische Dünger nicht erlaubt sind? Auf etwa einem Drittel der Fläche wächst eine Mischung aus 5 Kleesorten und Malven in 6 Farben. Dies ist nicht nur Futter für immer selten werdende Insekten, sondern der Klee sammelt auch in Symbiose mit Bakterien im Boden Stickstoff, dies ist der Hauptnährstoff für die Pflanzen, ein so genannter Nährstoffkreislauf. Zudem werden Gehölze rund um das Anbaugebiet gepflanzt, die von März bis Juli Blüten für die Insekten tragen und somit auch zur Biodiversität beitragen.

Da die Schmälzles auf Unkrautvernichtungsmittel verzichten, gibt es nur eine Alternative: hacken mit dem Traktor und von Hand. Bei der zusätzlichen Handarbeit entstehen hauptsächlich die Kosten, die Biogemüse teurer macht, als herkömmliches Gemüse. Der große Vorteil ist dabei: es werden keine sensiblen Bienen und Schmetterlinge durch Gifte geschädigt, wie beispielsweise 2008 beim großen Bienensterben am Oberrhein.  Ein weiterer Vorteil des Bioanbaus ist es, dass weder Klär- noch Papierschlamm erlaubt sind. So hätte die mutmaßliche Verseuchung durch PFC von rund 700 Hektar Acker, sowie des Grundwassers in Mittelbaden durch die Ausbringung von Papierschlamm, durch konventionelle Anbauer verhindert werden können. Biologisch-dynamischer Anbau ist mehr als nur gesundes Gemüse, es schützt die Umwelt und unser Trinkwasser.