Jan Pettke: Kochen mit Hingabe und Leidenschaft

Ein Jahr nach seiner erfolgreichen Teilnahme und dem Titelgewinn bei „Koch des Jahres 2017“, traf „Region im Blick“ den Küchenchef der Scheck-In- Kockfabrik Jan Pettke in Achern.

Hier, fernab von Hauben- und Sternendruck kann Jan Pettke ganz entspannt kochen. Sein Stil: klassisch, kreativ, weltoffen.

„Ganz klar klassisch, kreativ neu umgesetzt auf mich, vielleicht auch sich mal hinterfragen, macht es Sinn es so zu kombinieren? Ich bin darauf bedacht ein Top Produkt zu haben und das kann regional sein, muss es aber nicht. Gerne probiere ich Neues aus und schaue was mir gefällt, deshalb auch weltoffen. Das ganze Paket muss einfach passen“, so Jan Pettke. Für ihn kam nie etwas anderes bei der Berufswahl in Frage, als Koch zu werden. Er übt seinen Beruf mit Hingabe und Leidenschaft aus, Jan Pettke hat das Gespür für das Wesentliche.

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In der Scheck-In-Kochfabrik in Achern verwöhnt er zusammen mit seinem hochmotivierten Team seine Gäste bei vielen Events.
Die Kochfabrik: ein besonderer Ort, an dem es um Gastlichkeit, Freude am Kochen und natürlich um gutes Essen geht. Hier hat er Spielraum für Kreativität und Geschäftsführer Didier Bentz lässt ihm dabei freie Hand. „Ich denke wir haben ein gutes System erwischt, gehen freundschaftlich miteinander um. Das ist es was uns hier in der Kochfabrik auszeichnet, alle zusammen sind wir ein super Team. Ein guter Koch ist immer ein Teamplayer. Wenn es mal brennt, hilft einer dem anderen.

Ich kann mich zu 100 Prozent auf mein Team verlassen, wir verstehen uns blind. Alle müssen sich wohlfühlen und gerne hier arbeiten. Nur so funktioniert ein gutes Team. Ein respektvoller Umgang ist Voraussetzung. Man braucht eine gute Basis um miteinander arbeiten zu können.

Der ganze Rahmen beim Kochen muss passen, spricht Pettke weiter: „Von uns kann keiner das Kochen neu erfinden, aber jeder sollte sich seine eigene Handschrift zulegen. Jeder Koch hat seine Ehre, so dass man mit gutem Gewissen zum Gast gehen kann, um zu fragen ob es geschmeckt hat. Ich möchte auch in Zukunft nichts anderes tun, als zu kochen.“

IMG 2963Hier hat Genuss wohl festen Boden unter den Füßen.
Eine große Ehre ist es für Jan Pettke zusammen mit Harald Wohlfahrt zu arbeiten. Er hat wie kein anderer die deutsche Küche geprägt und sein Lob hat ihn schon sehr geehrt. Jan Pettke: Eine seiner Stärken, wie er selbst meint, ist seine Ehrlichkeit. Seine Loyalität gegenüber seinen Mitarbeitern. Jan hat Vorbildfunktion und ist offen für Neues. Dies alles macht wohl einen guten Koch aus. Die Arbeit in der Küche ist seine Passion. Sein Ansporn ist es, den Gast glücklich zu machen.

Er findet die Balance aus allen Zutaten und überzeugt damit.
Das Gesamtpaket ist bei Jan Pettke stimmig, so dass es immer wieder Wiederholungstäter gibt, die bei den Events in der Kochfabrik dabei sind. „Die Basis von allem, meint Pettke, sei ist die französische Küche. Das ist für mich das non plus Ultra. Ich gehe gerne essen oder lasse mich auch gerne bekochen. Dabei muss es nicht immer Sterneküche sein. Man kann mich mit einem handwerklich perfekt gemachten bodenständigen Essen begeistern. Da steh ich drauf“.

Ein guter Draht zu den Lieferanten ist für den Küchenchef auch sehr wichtig und die Grundlage für echte Qualität, so entsteht eine Synergie für den besten Geschmack. Er ist ein Meister seines Faches und gibt sein Wissen gerne auch an andere weiter.
„Mein Fein-Tuning habe ich bei Sternekoch Henrik Weiser (Besitzer eines Michelin-Sternes) erfahren und den Drang zum Minimalismus“, erzählt Jan Pettke. „Meine Familie steht natürlich an erster Stelle, danach kommt schon die Liebe zu meinem Beruf, den ich mit Leidenschaft ausübe“, schwärmt er.

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Alles in allem hat sich schon einiges innerhalb dieses Jahres verändert, aber Jan Pettke möchte nicht auf seinen Titel reduziert werden, sondern auch mit anderen Dingen punkten.

487 KDJFinale2017 PortraitsFood k„Es ist immer noch ein gutes Gefühl dabei gewesen zu sein, spannend von beiden Seiten, ob als Teilnehmer oder wie jetzt in der Jury bei „Koch des Jahres“. Dieser angesagte Kochwettbewerb war auch für die Kochfabrik ein Sprungbrett und hat riesige Wellen geschlagen. Ich würde es jedem jungen Koch ans Herz legen bei diesem Event teilzunehmen, man kann nur gewinnen. Das Niveau bei diesem Wettbewerb ist sehr hoch. Und zum Schluss fügt er noch hinzu:

„Ich wollte einfach nur ein guter Koch werden“.

Das ist ihm auch gelungen.

Text: Daniela Hiebel
Fotos: KDJ / Melanie Bauer Photodesign