Gesundheit, Wellness & Schönheit in Baden

Gesundheit, Wellness & Schönheit ist ein Gesundheitsmagazin
für die Menschen in der Region Baden. Es informiert mit vielfältigen und interessanten Beiträgen zu vielen Themen aus den Bereichen Gesundheit ,Wellness und Schönheit mit einem intensiven Bezug zur Region. Der lokale Bezug wird über Expertenstatements, Interviews, Adresslisten, Vor-Ort-Besuche und Porträts über die Leistungserbringer in der Region Südbaden hergestellt.

Sitzen ist eine Alltäglichkeit und das Kennzeichen einer modernen Gesellschaft. Das war nicht immer so: Ursprünglich wanderte der Mensch als Jäger und Sammler durch das weite Land, bis er sesshaft wurde, ein Haus baute und ein Gestell mit unterschenkelhoher horizontaler Ebene erfand: den Thron. Aus dieser ursprünglichen Sitzgelegenheit entwickelte sich das Alltagssitzen.

Es sind die Bürger Mitteleuropas um das Jahr 1500, die mit ihrem gewonnenen politischen Einfluss und neuem Selbstbewusstsein, die bis dahin den Königen und dem Adel vorbehaltene Sitzkultur übernahmen und den Königsthron zum Stuhl machten.

Sitzen und Leibeshaltung

Rücken GrafikBeim Setzen auf einen üblichen Stuhl beugt sich die Hüfte des Menschen und das Becken wird gekippt. Diese Haltung zieht eine Streckung der Krümmung der Lendenwirbelsäule nach sich. Das führt zu einer angespannten Haltung und einer Belastung der Lendenwirbelsäule.
Beim Sitzen treten die Muskeln für die Haltefunktion des Körpers in Aktion. Wichtig ist dabei die Rückenmuskulatur, sie richtet die Wirbelsäule auf. In ihrer normalen aufrechten Position ist die Wirbelsäule sehr gut auf Druck belastbar. Wird sie allerdings auf Biegung belastet, zum Beispiel verursacht durch eine schwache Haltemuskulatur oder durch eine Fehlhaltung, entsteht eine überstarke Belastung der Bandscheiben und Wirbelgelenke. Betroffen sind besonders die vierte und fünfte Bandscheibe der Lendenwirbelsäule.

Die Folgen sind akute Schmerzen bis hin zu degenerativen, chronischen Erkrankungen, gerne auch als Bandscheibenvorfall bezeichnet. Bei einer dauerhaften Anspannung der Rückenmuskulatur in Verbindung mit einer Muskelverhärtung durch langes Sitzen in, lässt die Haltefunktion der Rückenmuskulatur nach. Die Wirbelsäule wird nicht mehr aufrecht gehalten und der Sitzende verfällt in den so genannten Rundrücken mit all seinen negativen Begleiterscheinungen (Rückenschmerzen, Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur, allgemeine Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, Konzentrations- und Verdauungsprobleme).

Gesundes Sitzen

Das Angebot von Sitzgelegenheiten und Sitzmöbeln ist reichhaltig. Ob man aber tatsächlich darauf auch gut sitzt, spürt man meistens nach einer gewissen Zeit und besonders beim Aufstehen aus der Sitzposition. Der Rücken kann schmerzen und die Beine lassen beim Strecken auf sich warten. Umso wesentlicher ist gesundes Sitzen für die Gesundheit und vor allem für Menschen, die aus beruflichen Gründen lange sitzen müssen.

Was macht gesundes Sitzen aus?

Wichtig sind eine gerade Haltung beim Sitzen und die Ausnutzung der kompletten Sitztiefe der Sitzgelegenheit. Dies verhindert Rückenschmerzen und Wirbelsäulenprobleme. Nach vorne gebeugt, können sich Kopf- und Nackenschmerzen bemerkbar machen.
Dazu empfiehlt sich ein Sitzmöbel, bei dem sich neben der Sitzhöhe auch Rücken- und Armlehnen individuell einstellen lassen. Die Abstützung des Oberkörpers beugt der Entwicklung eines Rundrückens vor und mindert die Belastungen der Bandscheiben.

An die Sitzhaltung schließt sich die Anpassung des Bürotisches beziehungsweise des Arbeitsplatzes an. Dann spricht man von Ergonomie, was aus dem griechischen kommt von „ergon“ (Arbeit) und „nomos“ (Gesetz, Regel). Es geht dabei darum, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass gesundheitliche Belastungen vermieden werden.
Gesundes Sitzen bedeutet auch dynamisches Sitzen, also nicht immer in der gleichen Position verharren, sondern die Sitzposition so oft wie möglich zu verändern. Das Aufstehen zwischendurch kann allerdings nie ersetzt werden, selbst mit einer vorbildlichen Sitzhaltung ist Bewegung unverzichtbar.

Ergonomische Sitzmöbel am Arbeitsplatz

Der Schlüssel zu einer gesunden Sitzkultur am Arbeitsplatz sind ergonomische Möbel: In einem Büro müssen Schreibtisch und Drehstuhl so aufeinander abgestimmt sein, dass der Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel 90 Grad beträgt und die Fußsohlen dabei flach auf dem Boden aufliegen. Dazu sollen die Unterarme locker auf dem Schreibtisch aufliegen, so dass die Schultermuskulatur entspannt ist. Höhenverstellbare Armlehnen unterstützen die Armauflage und beugen Muskelverspannungen im Schulterbereich vor.

Sitzkomfort zuhause

Nach einem langen Tag voller Aktivitäten setzt sich fast jeder gern an einen Platz, wo er sich wohlfühlt und entspannen kann. Oft ist das ein bequemer Sessel oder eine Couch. Immer mehr Möbelhersteller haben sich auch für den Privatbereich ergonomische Aspekte zu eigen gemacht und bieten Sitzgelegenheiten mit vielen Einstellfunktionen an. Das Sitzen wird individualisiert. Ein Bequemsessel passt sich an unterschiedliche Körperlängen an, kann beim Aufstehen assistieren oder gleicht Sitzpositionen aus. Rücken- und Armlehnen lassen sich ebenfalls auf den Einzelnen abstimmen.

Sitzen und genießen

Mal ist es der wunderschöne Blick, mal die wohltuende Umgebung und mal einfach das Angebot der anderen Art. Man bekommt etwas zu trinken oder zu essen und ist angetan, verzaubert. Es gibt Ladenbesitzer oder Restaurantbetreiber, die das gewisse Etwas haben, was den Besuch der Einrichtung zum Genuss werden lässt. In kürzester Zeit taucht man in eine andere Umgebung ein, vergisst ein wenig die Zeit, sitzt und genießt den kleinen Espresso oder den wunderbaren Leckerbissen. Ein hübsch gestaltetes Interieur mit bequemen Stühlen wird so zu einer Mußeoase in der Hektik des Alltags.

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Quelle: PACs Verlag GmbH / Bilder Pixabay