Region im Blick: in Sachen Kochen unterwegs.

Mario Aliberti ist schon lange kein Geheimtipp mehr. In der Gastronomie aufgewachsen - sein Vater hatte ein eigenes Restaurant - war Kochen schon immer sein Ding.

Mit gerade mal 26 Jahren ist er bereits Küchenchef des Team #Heimat im „Badischen Hof“ in Bühl.

35799307 1959615864056952 4140767108101308416 nUnter Marc-Oliver Elbel, dem Koch der Deutschen Nationalmannschaft im Jahre 2014 begann seine Laufbahn im Hotel „Schwert“ in Rastatt. Nach seiner Ausbildung zog es ihn nach München an den Bayrischen Hof.  „Das hat mich sehr geprägt und es war eine gute Erfahrung, die ich dort gesammelt habe“, erklärt uns Mario Aliberti im Gespräch. Im Hinblick auf meine Lehrzeit musste ich durch eine harte Schule gehen. Ich habe bewusst in den verschiedensten Küchen meine Erfahrungen gesucht und überall von dem umfänglichen und unterschiedlichen Wissen,das dort herrschte,etwas lernen können. Meine Erfahrungen haben mich schließlich erwachsen gemacht“, so Mario Aliberti. Durch verschiedene Stationen von der normalen bis hin zur Molekularküche durfte er viele Stufen der Gastronomie kennenlernen. Mir gegenüber sitzt ein junger Mann der mit Leidenschaft und Herz für seinen Beruf brennt. Er wird als einer der besten Nachwuchsköche gehandelt. Sein kulinarisches Profil ist sehr Produktorientiert, ohne Schnick-Schnack und mit Überraschungseffekten. Regionale Zutaten und Exotisches. Kochen soll Spaß machen und zur Kreativität anregen. Er möchte eine Linie fahren, die nicht jeder hat und auch kann. Respekt gegenüber dem Lebensmittel ist dabei sein höchstes Gebot. Das Produkt soll im Mittelpunkt stehen.

Qualität satt Quantität.

„Das Kochen ist ein künstlerisches und kreatives Handwerk und wir haben die Möglichkeit es zu präsentieren. Der Gast soll sich wohl fühlen und wiederkommen“, laut Mario. Und er fügt hinzu: „Für mich ist jeder Gast gleich, das bringt den Erfolg, wenn man so denkt. Essen ist Emotion. Wir verbringen viele Stunden in der Küche, um unseren Gästen einen unvergesslichen Besuch zu bereiten“. Er zelebriert die klassische Küche mit modernem Einschlag und hat sich auch hier bewusst für diese Küche entschieden, um sich darin austoben zu können. „Die Mischung macht es, auf der einen Seite die totale Perfektion und auf der anderen Seite eine gewisse Einfachheit. Ich schaue mir immer neue Trends an und gehe auf die verschiedensten Messen, nur so kann man sich immer weiter entwickeln.

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Als Koch muss man immer offen und interessiert für Neues sein.

Nur dann kann man entscheiden, in welche Richtung man gehen möchte. Genauso gehört es dazu mutig zu sein, sein Ding durch zu ziehen, damit man seine eigene Handschrift entwickeln kann“, betont Mario Aliberti. Zusammen mit dem „Team#Heimat“ im „Badischen Hof“ in Bühl rockt er die Küche. Auch hier zeichnet sich ein Umdenken in der Gastronomie an. Die Zusammensetzung des Küchen-und Service-Teams ist extrem wichtig, genauso wie ein respektvolles Miteinander und Zusammenarbeiten.
„Die große Kunst besteht darin als Küchenchef die Balance im Umgang mit den Mitarbeitern zu finden. Zusammen kommunizieren und kreativ sein ist dabei die Devise. Ich kann mich komplett auf meine Leute verlassen. Sie kennen alle Abläufe. Nur ein gutes Team bringt auch den Erfolg“, ist sich Mario sicher.

O0H1masQVieles wird im „Team#Heimat“ gemeinsam entwickelt, probiert und letztendlich von Mario Aliberti entschieden, ob es einen Platz auf der Speisekarte bekommt. Schließlich soll der Geschmack den Gästen im Gedächtnis bleiben und sie sollen glücklich und zufrieden nach Hause gehen. Kontinuität auf höchstem Niveau ist ihm sehr wichtig.Immer die gleiche Qualität kochen - egal für wen man kocht. Hier werden Geschmacksmomente zelebriert an die man sich erinnert. Regionalität ist für Mario Aliberti schon sehr wichtig bei der Auswahl seiner Produkte, aber nicht Hauptact. „Klar werden immer wieder neue Menüs kreiert oder Gerichte ausprobiert. Man muss einfach interessant sein, vieles geht bei uns über Rezeptentwicklung, da werden auch schon mal alte Rezepte neu aufgepeppt. Alles wird immer frisch zubereitet, da ist es für mich als Vollblut-Italiener natürlich Pflicht, den Nudelteig selbst zu machen. Was Frische angeht, bin ich Perfektionist. Ich weiß was ich kann und wo ich herkomme“, berichtet Mario.

Als einer von sechs Kandidaten hat sich der Küchenchef des „#Heimat“ unter fast einhundert Bewerbern für den Live-Wettbewerb „Koch des Jahres“ in Bremerhaven qualifiziert.

zKuf2YIQAuch dies war für ihn eine super Erfahrung: Im Herbst 2019 wird dieses Event, so hoffen wir, in Heidelberg seine Fortsetzung finden. Ausgleich vom stressigen Job findet Mario Aliberti beim Fußball spielen oder trainieren. „Rückhalt erfahre ich durch meine Freundin, die mich in allem unterstützt, was ich tue.Wenn man erfolgreich sein will, braucht man diesen Beistand und Rückhalt, um auch einmal abschalten zu können. „Nur so kann man gestärkt an die Arbeit gehen. Eine gute Grundeinstellung ist alles, ich möchte mein Buch des Lebens mit Geschichten füllen und dabei sollte man offen für die Welt und die Menschen sein, sowie ein klares Ziel vor Augen haben, sonst kommt man niemals an“, resümiert Mario Aliberti.

Wir sind gespannt auf mehr und sehen uns auf jeden Fall bei Mario Aliberti.

„Genuss-dass ist es,was in allem gesucht wird“. (Seneca, ca. 4 v. Chr.-65 n. Chr.)

Foto: Koch des Jahres @Melanie Bauer Photodesign

Text: Daniela Hiebel