Zweimalig auf der Welt und einzigartig auf jeder Messe: das Kunstbike von Jörg Burghardt aus Emmendingen.

Und genau damit macht der Allrounder auf sich aufmerksam. Ob Infotainment, Comedy, Coaching oder Promotion hier trifft künstlerisches Denken und der Marketinggedanke gekonnt aufeinander.

Zweimalig das KunstbikeBeim Besuch mit nettem Frühstück berichtet Jörg Burghardt, wie sich die Idee vom Kunstbike entwickelt hat. Vor knapp einem Jahr sah er dazu ein Video auf Facebook von Nicole Wittemann, die mit dem Kunstbike nette, kreative und bunte Schleuderbilder kreierte. Diese Idee begeisterte ihn so dermaßen, dass sich Burghardt solch ein Kunstrad von der Firma Nageltechnik machen ließ. Knapp acht Wochen dauerte es, bis das Teil realisiert war, hergestellt aus zwei Hinterteilen eines Fahrrads in hochwertiger Qualität mit einem festen Ständer, damit es nicht wegrutschen, man aber ohne weiteres gut treten kann. Die Kraft der Pedale braucht wiederum die Maltrommel, die sich bewegt und in die man Papier einspannt. Hier wird dann Farbe in die laufende Trommel gegossen und so entstehen witzige, individuelle Bilder. Eigentlich ganz einfach.

Kunstbike ist eine mega Marketing-Idee mit Mehrwert

Nils petersen SC FreiburgSeit Januar 2018 ist nun dieses Kunstbike auf Messen im Einsatz und lockt wahrlich die Besucher in Scharen an – schließlich möchte doch ein jeder solch nettes Werk – das man selbstverständlich nach dem Rahmen mit nach Hause nehmen darf -  sein Eigen nennen und gespielt einfach dieses selbst gestalten. Ist ja durchweg möglich ob jung oder alt, groß oder klein, künstlerisch begabt oder nicht. Auf jeden Fall ist einem ein buntes Bild mit Farbe und teils Glitzer gewiss. Und genau das schätzen wiederum die Auftraggeber von Jörg Burghardt, den immensen  Zulauf zum Kunstbike am Messestand. „Mit einem Glücksrad braucht man in heutiger Zeit nicht an einen Messestand locken, das wäre Selbstmord“, lacht Burghardt. Er spricht von einer „Trägheit“ der Aussteller, weil sie einfach nicht kreativ sind. Mit dem Kunstbike habe er hingegen eine hohe Wahrnehmungs-Quote.

Jörg Burghardt versteht sich dabei als „zielorientierter Promoter“, der auf konkrete Wünsche und Ziele seiner Auftraggeber eingeht und diese entsprechend umsetzt. Sein Hauptkunde sind Volks- und Raiffeisenbanken – bisher durfte er für rund 220 dieser Banken deutschlandweit aktiv sein. Die Digitalisierung eines der Top-Themen, bei denen durch geschickte Art und Weise die Aussteller mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Aber auch andere Metiers, wie besonderes Schuhwerk oder wie er sich für die Zukunft vorstellen kann, Krankenkassen, passen zu seinem Portfolio. Grenzen sind hier keine gesetzt und auf das jeweilige Problem oder Thema, arbeitet sich Burghardt entsprechend hin.

„Mein Metier ist kein „Job“, sondern eine Lebensaufgabe“

Schleuderbilder alles ist möglich„Mein Metier ist kein „Job“, sondern eine Lebensaufgabe, die ich seit vielen Jahren mit Herzblut und Engagement betreibe. Strahlende Augen und lachende Gesichter im Publikum sowie die Anerkennung der lokalen Auftraggeber sind mir steter Ansporn“, sagt er im Interview. Jörg Burghardt ist übrigens gelernter Zauberkünstler – allerdings ohne Ausbildung und seit nunmehr über 35 Jahren auf der Bühne als Comedy-Zauberer unterwegs. Parallel dazu zaubert und promotet er auf Messen. Er erklärt mir, dass es oft auf Messen problematisch war, wenn er die Besucher durch seine Aktivitäten in den Bann zog, denn in dieser Zeit hatten die Aussteller an der verschiedensten Ständen nichts zu tun – die Aufmerksamkeit der Messebesucher  galt nämlich Burghardt. Hier wurde er dann kreativ, suchte nach anderen Lösungen, die er beispielsweise mit Nägeln, die man ins Holz schlagen muss und entsprechenden Fotos, auch fand. Jetzt mit dem Kunstbike ist das viel einfacher, weil ja immer nur einer auf dem Rad sitzen kann und dann am Ausstellerstand wenige Minuten, bis das Bild trocken ist, auf seinen Rahmen warten muss. Zeit genug für ein Gespräch zwischen Aussteller und Besucher.

Im zarten Alter von 10 Jahren wurde beim überaus vor Ideen sprudelnden Burghardt der Grundstein zur Zauberei gelegt, sein Vater war Amateurzauberkünstler der klassischen Art mit allerlei Requisiten, wie Kaninchen, Seilen oder Tauben. Er selbst unterstützte seinen Vater auf der Bühne, erste Kunststücke lieferte er mit 12 bis 14 Jahren in den Shows dazu und daheim wurde geübt, geübt, geübt. „In mir steckt ein Comedian“, lacht Burghardt. Er habe großen Gefallen daran gefunden, Leute zu unterhalten und zu verblüffen. 1999 wurde er gar Deutscher Vizemeister in Berlin mit einer Zauber Show zu Marius Müller Westernhagens „Willenlos“. Mit dieser Show war er so erfolgreich, dass er damit jedes Wochenende in Nordrhein-Westfalen unterwegs war, Burghardt ist übrigens geborener Westfale.

Visionboard

„GENO Entertainment“ seit 2007 am Markt

2002 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit, besuchte diesbezüglich unzählige Seminare von den besten Top-Referenten, um sein Motivations- und Marketingwissen zu schulen und zu ergänzen. Konsequent setzte sich Burghardt seine Ziele, bot sein Können und Wissen an und hatte von Beginn an Aufträge. 2007 zog er dann nach Emmendingen. „Ich ziehe mein Glück aus dem Beruf und meine Partnerschaft ist das i-Tüpfelchen“, erklärt er. Burghardt probiert sich immer wieder neu aus, agiert mit einem etwas frecheren Marketing und überzeugt dabei seine Auftraggeber. 2007 gründete er „GENO Entertainment“ als Firma – GENO steht dabei für Genossenschaft. Er entwickelt kontinuierlich Show-Konzepte für die Banken, optimierte diese und beleuchtet für Kunden schwierige Themenbereiche, wie beispielsweise die „Abgeltungsteuer“, die er als Hausmeister Bolle dem Publikum auf einfache Art näher bringt. „Ich schaue dabei nur auf meine eigenen Stärken“, erklärt er sein Erfolgskonzept. Ideen, die auftauchen, die setzt er sofort um und er müsse schließlich niemand fragen, was gut oder schlecht ist, „ich kann mich zu 100 Prozent selbst verwirklichen“. Er verlässt sich dabei auf die Trägheit der Menschen, ist schneller, denn wenn andere noch überlegen, hat er es meist schon realisiert. Seine leistungsorientierte Shows und Ideen für Banken, gehen natürlich auch für zahlreiche andere Branchen – das Umschreiben auf die jeweiligen Bedürfnisse der Auftraggeber spielt für Burghardt keine Rolle. Und seine Rollen, ja die lernt er auswendig, rhetorisch ist Burghardt extrem wendig und gut, spielt hier auf höchsten Niveau und auf der Bühne könne er schließlich auch improvisieren – „so habe ich nie einen Hänger“, lacht mein sympathisches Gegenüber. „Hauptsache die Botschaft der Auftraggeber kommt an“. Und so versteht es sich von selbst, dass Jörg Burghardt tagtäglich auch an sich selbst arbeitet.

Unter www.joerg-burghardt.de , gibt es Videos und weitere Informationen.

Text und Fotos: Heike Scheiding-Brode